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Trulli-Land 2000
Gargano (I)
30.Mai. mit 24.Juni 2000

Erst einmal die
Kurz-Beschreibung der teilnehmenden Personen und WOMO`s:
Bürstner Teilintegrieter
620-WOMO der Schmidts
Zweite- Sahne-Wohnmobil mit
nicht so vielen Schicki-Mickis
Alice -Powerfrau , ihres Zeichens
Leiterin einer großen Caritas-
Sozialstation, ziemlich urlaubsreif und mit l.m.a.A.-Gefühl.
Inge -noch im Krankenstand
(Bandscheiben-OP im April), darf aber in den sonnigen Süden, sehr ruhe- und
pflegebedürftig.
Martina -beziehungs- und krankheitsgestresste ,
ebenfalls ruhesuchende in obiger Sozialstation beschäftigte, z.Z.
bei Kapps wohnende Freundin von Alice.
Jürgen - Ehemann von A.,
ebenfalls befreundet mit M., wohnhaft in H.
beschäftigt ebenfalls bei der C., nebenbei selbständig als
Computerspezialist,
ebenfalls leicht geschwächt durch erst kurz
überstandene Krankheiten
Klaus - Ehemann von I, auch sehr urlaubsreif, gestresst von
Mutters und Inge`s Krankheiten angeblich auch
völlig mit l.m.a.A.-Gefühl behaftet.
Also, alles in allem ein ziemlich maroder Haufen.(natürlich bis auf die Fahrzeuge, die sind natürlich top! )
Wir haben uns für unseren
Urlaub viel, viel Ruhe, ein klein bisschen Besichtigungen, schönes Wetter und
viel Spaß vorgenommen! Um mit dem Kaiser zu sprechen: „ Schaun mer mal!“
Abfahrt bei Sonnenschein in Schweinfurt, bei ca. 16 Grad. Erst einmal Richtung Würzburg, Entlassungsbericht der REHA Bad Kissingen bei Dr. Popp abgegeben. Auf die A 7 Richtung Ulm –Kempten . Ab Allgäu Regenwetter, richtig hübsch-häßlich. Na ja, wir haben ja jetzt Platz in unserem WOMO. Unterwegs klingelt das Handy, die Kapps verspäten sich leicht (wieder mal die Kurve nicht gekriegt hä,hä). Wir kommen um ca. 16. Uhr in Nesselwang an, laut Handy geigen die Kapp`s noch bei Stuttgart herum. Wir richten es uns im WOMO gemütlich ein, trinken Kaffee, lauschen dem prasselnden Regen und warten halt auf unsere Freunde. Nun, so gegen 18.45 Uhr läuft der EURA ein. Nach kurzer Begrüßung geht es mit Schirmen bewaffnet „allgäuerisch „Essen. Im „Bären“ lassen wir es uns gut schmecken und munden und fallen dann ziemlich geschafft in die jeweiligen Kojen.
Ankunft : Nesselwang, Regen,
ca. 14 Grad -Kilometerstand: 125.611
31.05.2000, ca. 8.30 Uhr
Abfahrt Richtung Italien,
ca. 15 Grad
Bei strömendem Regen
Richtung Süden. Ab Brenner wird es immer schöner, das Wetter, nicht der
Verkehr. Ziemlich viel los auf den Autobahnen, es reiht sich Laster an
Laster! Die Dolomiten lassen wir diesmal schön brav links liegen. Der
Gardasee sieht uns diesmal auch nicht, wir fahren eisern in Richtung Modena,
Bologna und dann endlich.... Florenz: unser erstes großes Ziel. Nach nur
einmaligem Verfahren fanden wir auch den Stadtcampingplatz in der Nähe
des Platzes des Michelangelo (mit Blick auf die Via Veccio)wieder. Ziemlich
viel los auf dem Platz. Ebenso ziemlich chaotische Platzvergabe! Na ja, schlussendlich
haben wir je einen Stellplatz gefunden, zwar getrennt, aber wir stehen.
Bei strahlendem Sonnenschein
und ca. 28 Grad stellten wir fest, dass unser Bürstner den starken Regen
nicht verkraftet hat und sämtliche Betten und Kissen etwas nässlich waren.
Außerdem sind alle T-Shirts von Klaus tropfnass. Also, Leine spannen und
hoffen, dass das Wetter hält. Klaus steigt dem Bürstner aufs Dach, das ziemlich
viele Risse aufweist , stößt wilde Drohungen aus und will dem Thein nach
unserer Rückkehr ebenfalls aufs Dach steigen. Wir beschlossen, dieses als gutes
Omen für die weitere Reise zu sehen, ob das wohl so wird, na wir werden es
erleben! Nun ja, auf jeden Fall ist es schön warm und die Sachen trocknen auf
der Leine! Abends gehen wir auf den Platz hoch und genießen den
herrlichen Blick auf die Veccia-Brücke und das nächtliche Florenz und prosten
uns zu mit Rotwein. Auch ich bin endlich im Urlaub angekommen ! Zum
Abendessen gibt es Kartoffelsalat, Bratwürste und , Blattsalat mit
Salata, geiler Kräuteressigsut) !
Kilometerstand: 126.231
01.06.2000, 10.30Uhr
Donnerstag, Sonnenschein, 28 Grad. Nach ausgiebigem Frühstück machen wir uns per Pedes auf in die Innenstadt von Florenz. Zu Fuß sind es etwa 20 Minuten .Immer am Arno entlang. Auffällig sind die vielen japanischen Hochzeitspärchen, irgendwo steht immer eines und sie grinsen in die vielfach vorhandenen Kameras. In Florenz gibt es viele, viele Menschen, viele, viele Vespas und viele, viele Kunstwerke. Die Uffizien sind wieder ziemlich belagert und so heben wir uns die zur Besichtigung in einem späteren Leben auf.. Besichtigungen sind auch – wegen des Feiertages – erst ab 13.30 Uhr möglich und so suchen wir einen guten Platz zum Cappucino-Trinken. Gesucht, gefunden, ein schönen Plätzchen im Schatten und --- Hunger haben wir jetzt auch langsam --- wir lassen es uns bei Spaghetti mit Knoblauch und Olivenöl gut gehen, sehr lecker! Es ist wieder ziemlich warm und wir schlendern noch ein wenig durch Florenz. Klaus, Alice und Jürgen steigen auf den Campanile, Martina und ich haben das nicht nötig und danach machen wir uns wieder langsam auf den Heimweg zum Campingplatz. Faulenzen und Lesen ist ja schließlich auch was schönes!
Abends gibt’s zuerst Spaghetti mit Tomatensoße und dann Steaks mit Salat, uns geht doch gut! 88.000 Lire 2 x Übernachtung
02.06., 9:15
Uhr, Sonnenschein, 25 Grad
Freitag,
Weiterfahrt über die SS2 Richtung Siena. Bei Poggibonsi Richtung Gimignano,
Parkplatz gesucht und zu Fuß in die herrliche Innenstadt. Den gleichen Gedanken
haben viele, viele Touristen mit uns und wir teilen mit ihnen gern die
schmalen Gassen, die flirrende Hitze, die angenehme Kühle in den kleinen
Geschäften und Galerien (eine besichtigen wir , ich kann mich gar nicht
satt sehen an den zum Teil wunderschönen Tonplastiken, Objekten und Bildern),
die herrliche Architektur - nur unser ureigenes Toskana-Feeling das
gehört uns allein! Zwei Stunden bummeln wir durch das ursprüngliche
toskanische Städtchen mit den noch verbliebenen Geschlechtertürmen und
beschließen dann, gleich weiter nach Siena zu fahren. Nach zwei Ehrenrunden
durch Poggibonsi (das muss ganz einfach immer mal wieder sein!) fahren wir
gemütlich durch die schöne, toskanische Landschaft mit Hügeln, Wäldern,
Zypressen, Weingütern etc. – einfach Toskana!! Fast ohne Probleme den
Stadtcampingplatz „Colleverde“ (uns bereits aus unserem ersten Roten-Bus-Urlaub
bekannt) gefunden, ca. 2 km von Siena entfernt. 2 Plätze nebeneinander,
Schatten und Suppe mit Würstchen gegessen und dann wir relaxed!
Gegen Abend wollen wir in die Stadt!
Ankunft 13.30
Uhr, Camping „Colleverde“,Siena, Sonnenschein 28 Grad, KM-Stand: 126.331
Gegen 19.00 Uhr
laufen wir los und ca. 20 Minuten später sind wir auf dem Platz der Plätze, dem
Campo. Auf dem findet am 3. Juli die Palio statt. Schön ist es, durch die
malerischen Gässchen zu schlendern, mittlerweile ist es nicht mehr ganz so
heiß! Leider hat der Dom schon zu, aber die Schmitts haben den Prachtbau mit
dem schwarz-weißen Marmor ja schon gesehen, hat uns damals schwer
beeindruckt, genau wie der Blick vom Campanile über die Stadt und das weite
Land. Dafür essen wir heute ein Eis aus der berühmtesten Eisdiele der Toskana,
nämlich der Eisdiele der Familie Nanini (richtig: Die Sängerin mit der
rauchigen Stimme und der Formel-1-Rennfahrer). Hat hervorragend gemundet. Jetzt
haben wir aber Cappucino-Durst und wir sichern uns einen Platz an der Sonne, in
einem Cafe direkt am berühmten „Platz der Plätze“. Und danach gönnen wir uns
einen Campari-Cocktail. Super-Feeling mit einem kleinen Mischlingshund
auf einem Pfeiler, der seelenruhig auf dem Pfeiler ausharrt, bis sein Herrchen
ihn wieder holt, viele Handys, viele Flanierer über den leicht abfallenden
Platz , einfach – Toskana! Etwas umständlich aber immerhin kamen wir wieder am
Platz an, Martina hat uns angeblich nicht vermisst- ob wir ihr das glauben
sollen? Klaus macht Spaghetti und Tomatensoße, danach ein wenig Rotwein und
Gekicher. Die „Schräg-Gegenüber-Nachbarin“ schmiss dann ihre Campingbustüre mit
einem neckischen „Gute Nacht“ dröhnend zu . Komische Nudel, wir waren doch
überhaupt nicht laut, na, ja, Gottes Erdboden ist groß. Dann kamen die anderen Nachbarn
angeradelt, laut Jürgen - Fischköpfe , aus dem hohen Norden sozusagen)
und die Frau hatte eine Lampe am Kopf. Wir wieder kicher, kicher und dann
--- gingen wir auch ins Bett.
Samstag 03.06.,
9.15 Uhr,
ca. 25 Grad,
Weiterfahrt Richtung Neapel, 55.00 Lire Campingplatz
Nach Dusche und
Frühstück gut aus dem inzwischen voll belegten Campingplatz weggekommen. Auf
der SS2 herrliche Fahrt durch die Bilderbuch-Toskana mit gelben Hügeln, uralten
Oliven-Bäumen und schlanken Zypressen. Vorbei an großen Weingütern, die alle
uns zuzurufen scheinen: „Kommt her und probiert unseren guten Wein!“. Schweren
Herzens ignorieren wir die Lockrufe (ich zumindest kann sie sehr gut vernehmen)
!Weiterhin überhören wir das „Besichtigt uns, besichtigt uns –Gerufe“ der
vielen Schlösser und Burgen am Wegesrand bzw. am Rand der SS 2. Bei Rom
wird es etwas stressiger auf der jetzt SS7, wenigstens sind keine Lkws
unterwegs. Nur etliche Sonntags- bzw. Samstagsfahrer, italienische! Ein
kleiner Schlenker ins Landesinnere Richtung Fondi.Und schon waren wir wieder
richtig - Richtung Gaeta-Formia bis zu unserem ersten „Ausruhe-Ziel“
„Baja Domizia“, ca. 70 km vor Neapel. Super
Campingplatz, dieser „Camping Villagio“ in Baja Domizia. Super angelegt,
viel Platz, viel Grün, gleich drei Pools, Tennisplatz,
Diskothek-Natur-Stellplätze, sehr ruhig. Vielleicht ein bisschen weit zum
Stand, kein Wunder bei dieser Größe! Abendessen: Bratkartoffeln,
Ratatoille (oder wie man das schreibt) und Steaks!
Ankunft ca.
17:00 Uhr , ca. 30 Grad, Kilometerstand: 126.750
Sonntag 04.06, Temperatur:
zwischen 30 und 35 Grad, Sonnenschein
Heute unser
erster richtiger Faulenzertag. Irgendwann nach Frühstück und anderen
Sachen an den Strand, kleiner Strandspaziergang, leichtes Muschelsuchen.
Wichtigstes Utensiel – jedenfalls für mich – der Sonnenschirm! Gegen
Nachmittag dann wieder zurück zum schattigen Platz, Jürgen ging schon eher ,
Schumi schaun! Satz mit X, es war wohl nix. Jürgen war beleidigt und schalt zur
Strafe den Fernseher aus. Der EURA stand fast auf dem Klo! Na ja, er hat das
Auto wieder in Normallage gebracht und wir lassen es uns bei Kaffee und
Teilchen gut gehen. Alle, bis auf mich natürlich, pflegten dann ihren
Sonnenbrand. Klaus kämpfte verzweifelt mit klitze-kleinen Ameischen, die es
wagten, sich auf seinem Wohnmobil breit zu machen, so etwas aber auch! Den
Sonnenuntergang verpassten wir schließlich und endlich, leider. Aber dafür gab
es italienischen Salat, Tomaten und Ziegenkäse auf Ciabatta und
außerdem die Reste vom Tag zuvor. Lecker, lecker! Gegen 21.30 Uhr
genießen wir auf der Camping-Gaststätte (schön angelegt mit Froschteich,
Springbrunnen etc.) noch einen Campari-Orange und gegen 23.00 Uhr war Bettruhe
angesagt. Wir sind wirklich die reine Rentnerband!
Montag, den 05.06,
30:00 Grad Sonnenschein
Die beiden Herren sind zwecks Geldholen nach dem Frühstück in die Stadt und wir genießen, schweigen, lesen, und lesen, schweigen und genießen. Nachmittags an den Strand, abends Sonnenuntergang mit Wein,endlich!
Abendessen:
Kartoffelsalat, Paprikasalat und Würstchen. Und nach dem UNO-Spiel muss Jürgen
den Frosch, den Klaus aus dem Teich holt, küssen! Alles klar?!?
Campingplatzgebühr 3x = 109.800 Lire
Dienstag, den
06.06, gegen 10:00 Uhr, Sonnenschein, 25 Grad
Wir verlassen
diesen schönen Platz und fahren weiter nach Pompeij. Ziemlich chaotisch,
die neapolitanische Stadtautobahn, immer im Blickpunkt der Vesuv. Auch sonst
das brodelnde Leben. Trotzdem ohne Probleme Pompeij, Campingplatz „Zeus“,
direkt am Eingang des verschütteten alten Pompeij erreicht. . Nach
Süppchen um ca. 14.00 Uhr Besichtigungstour, brütende Hitze, wie immer,
trotzdem sehr beeindruckend! Wieder viele herrenlose Hunde sämtlicher Größen.
Neben uns macht sich eine Gymnasialklasse aus Ansbach breit. Uns steht glaube
ich eine unruhige Nacht bevor! Na ja, wir haben ja Urlaub!
Kilometerstand:
126.852 - 25.000 Lire
Übernachtungspreis
Mittwoch, 07.06, 9.30 Aufbruch,
bedeckt, leichte Schauer, ca.25 Grad
Aufbruch nach
Sorrent (Besichtigung Capri). Nach etlichen Kilometern Autobahn stellte
Jürgen fest, dass wir auf den Weg nach Salerno waren , also.... Kommando
zurück durch die chaotischen Vorstädte Neapels nach Sorrent!
Mittlerweile ist es sehr bedeckt und es nieselt, trotzdem genossen wir
eine herrliche Aussicht auf Sorrent. Auf dem Campingplatz beschlossen wir,
Capri sausen zu lassen und Richtung Amalfi-Küste zu fahren. Jürgen meinte, ihm
wäre es egal, Klaus kenne sich hier aus, also fuhren wir die berühmte - für
Campingfahrzeuge gesperrte- Route „Costerica Amalfi “ von Lubrense – St
`Agatha – Positano – Praiano bis Amalfi. Es war einfach atemberaubend,
von der Enge der Straße bis zur imposanten Aussicht. Wie Schwalbennester
hingeklebt die weißen Häuschen, umrahmt von Bougonvilla, Zitronen- und Feigenbäumchen.
Weit unten die kleinen Buchten unterhalb der steil aufragenden Felsen ,
türkis und dunkelblau das glitzernde Meer. Die Amalfiküste wird zu Recht als
die schönste Küste Italiens bezeichnet. Vor lauter Staunen hab ich sogar das
fotografieren vergessen. Das bedeutet, da müssen wir auf jeden Fall noch mal
hin! Klaus und Jürgen mussten zwar etwas schwitzen, die Italiener fahren
sogar solche Straßen wie die Henker. Nur für die arme Martina war das Spektakel
weniger geeignet, sie versteckte sich die ganze Zeit unter einer Decke, um
nicht hinschauen zu müssen, Martina, an dieser Phobie musst Du noch arbeiten,
Dir entgehen die schönsten Sachen! Ab Amalfi fuhren wir dann weiter durch die
Berge. Nach ca. 11/2 Stunden waren wir wieder fast wieder in Pompeij, unserem
Ausgangspunkt und es war immer noch bewölkt. Wir fuhren die Autobahn Richtung
Salerno, wieder bis nach Eboli und dann die SS18 Richtung Paestum. Dort
besichtigten wir die Ruinenstätte, 600 v.Chr. von den Griechen gegründet. Drei
große Tempel (zwei davon sind eingerüstet) mit Grabkammern, Amphitheater etc. ,
davor ein großer Hera-Tempel strahlt im vollen Glanz aus gelbem
Kalkschiefer. Sehr harmonisch, die formstrenge Anlage. Mit ihren Tempelruinen
und Nekrophilen ist sie das bedeutendste Monument griechischer Baukunst auf dem
italienischen Festland. Wir suchen einen Campingplatz bei Paestum,
keine Lust mehr weiter zu fahren. Beim ersten hatten wir schon Pech, der Eura
ist zu groß! Wir wollten schon aufgeben, als ich noch den
„Athena-Campingplatz“vorschlug. Na, gesagt, getan, mit Mühe konnte Jürgen einen
schönen Platz für den langen Eura finden, Meerblick inclusive. Ob er da
allerdings wieder rauskommt oh, oh ?!? Herrlicher Strand, Sanitäranlagen auch
o.k., beschlossen also, ein paar Tage zu bleiben. Telefonische Hiobsbotschaft
aus Hergenfeld Arima hat einen Tumor mit Gebärmutterentzündung.
Abends dann beim Essen (der georderte Fisch hat uns allen bis auf Martina
gemundet, Fisch ist eben nicht so ihr Ding!) im preisgünstigen Lokal des
Platzes die erlösende Nachricht, Arima hat alles gut überstanden die Kinder
durften sie sogar nach der OP wieder mit nachhause nehmen. Die Zeit war damals
noch nicht reif für sie. Wir sind alle froh und gehen beruhigt zu Bett. Klaus
hatte übrigens wieder gute Spaghetti und Knobi als Vorspeise
gekocht.
KM-Stand:
127.051
Donnerstag, den
08.06 bis Sonntag, den 11.06, warm, ca. 25 bis 30 Grad, Sonne,
kleine Wolken.
Viel Zeit zum
Lesen, Blödsinn machen (Klaus geht mit blödem Grinsen und hochgezogenen Hose
über den Platz), relaxen, sonnen, baden, duschen, lachen – einfach
faulenzen!
Zwischendrin Regen, Gewitter, Sonnenschein, Duschen, Baden, lesen, viel Spaghetti und noch mehr Knoblauch – nach dem Urlaub wird allgemein strenge Diät angeordnet! Campinggebühr 4 x Übernachtung 128.000 Lire.
Sonntag, 11.06,
9.00 Uhr, Start
Richtung Trulli-Dörfer, ca. 25 Grad, leicht bedeckt.
Durch eine
herrliche Waldlandschaft erst bis Eboli, dann über Potenza nach Metaponto.
Herrlich grüne Berglandschaft, erst in der Nähe der Adria kahl. Dann bis
Taranto (hübsch hässlich ) viele Raffinerien von Agip bis Shell, dann endlich
ins Trulli-Land Richtung Martina Franka. Hier wieder eine Traumlandschaft. Rote
Erde, uralte Olivenbäume, soweit wie das Auge blicken kann Weinfelder und
- Trullis ohne Ende. Wir haben wieder unser Aha-Erlebnis. Dieses Apulien
ist schon richtig kitschig schön. Wir fahren gleich über Locorentondo
nach Alberobello, „der“ Trullistadt. Trotz sengender Hitze drinnen ist
Alberobello sehr schön, nur die Andenkenläden und die vielen Touristen stören
etwas, aber Touristen sind wir ja selbst. Auf jeden Fall wird viel geknipst,
die eigenartigen runden kleinen, weißen Häuschen mit den geheimnisvollen
Zeichen auf den grauen Steindächern sind schon einzigartig. Wir fahren dann
weiter nach Torre Canne, finden einen allerdings nur von außen pompösen
Campingplatz. Die wenigen Wohnmobilstellplätze sind auch noch zugeparkt mit
Autos. Leicht genervt stehen wir, aber etwas eng, da ein Auto mit
Ludwigshafener Nummer saublöd geparkt hat. Klaus lässt ihn mehrmals ausrufen.
Er erscheint dann auch, zuerst inkognito, aber Klaus hat ihn gleich angemacht
und mit viel Getöns fuhr er das Auto dann weg. Ein Volltrottel halt, ein
Deutscher! Die Toiletten sind auch unter aller Sau, also k.v.(kannst vergessen).
Trotzdem stolzer
Preis: 34.000 Lire!
Ankunft gegen
17.00 Uhr, ziemlich heißt, kein schöner Strand, Camping „La
Dune“ KM-Stand: 127.395.
gegen 9.45 Uhr, 30 Grad,
Aufbruch
Richtung Castellane del Grotta (Besichtigung einer Tropfsteinhöhle) und dann
Richtung Gargano, den Stiefelsporn, einem der schönsten Nationalparks Italiens.
Wir fahren bis Castellane del Grotta und besichtigen ab 11.00 Uhr die Grotte
mit italienischer Führung. Sehr groß, sehr schön, sehr kühl! Nach kurzer
Mittagsrast geht es weiter Richtung Gargano durch herrliche Wälder und vielen
Kurven mit grandiosem Blick auf das herrliche Mittelmeer. Bei
Mattinata die SS89 in Serpentinen durch den Nationalpark. Zwar sehr schön, aber
es zieht sich! Na endlich, der berühmte Campingplatz in Peschici ist erreicht.
Ankunft in
Peschici, Camping “San Nicola”, ca. 17.00
Uhr
KM-Stand: 127.679
Ziemlich groß der
Platz und voll in deutscher Hand , aber herrlicher Strand, nur für meinen
Geschmack zu viele Leute. Gepflegte Dusch- und Sanitäranlagen, gute
Einkaufsmöglichkeiten, jedenfalls die beste Anlage an der adriatischen Küste.
Abends Knatsch mit Klaus, zwecks Biertrinken. Ich bin halt auch mal schlecht
drauf.
Wir beschlossen,
bis Sonntag, den 18.06. zu bleiben.
Spruch des
Tages: Jürgen zu Klaus: „Komm, wir schwabbeln mal rüber!“
Es war dann doch
recht schön hier. Wir hatten viel zu klettern, herrlichen Strand, einen
merkwürdigen Hymer-Menschen mit noch merkwürdigeren Grillmethoden, und auch
sonst war einiges geboten, z.B.: Ziemliche Gewaltmärsche ins hübsche
Städtchen mit echt italienischem Flair nur mal so zum schauen, und -
gleich zweimal am Tag für Martina und Alice zwecks Zahnarztbesuch der
italienischen Art, Hexenschuß bei Jürgen, viel Knoblauch und Spaghetti
und schlussendlich auch durchschlagenden Erfolg bei Martina (durch Olivenöl
nach 3 Wochen!!). So wechselten sich Sonne und Regen, Sturm und Hitze, beim
Wetter und auch bei uns ab. So der ganz normale Wahnsinn eines Urlaubs mit
Freunden halt. Zitronenbäumchen, Zitronenlikör und sonst einiges für die Lieben
zuhause gekauft. Hambacher im Städtchen getroffen, müsste eigentlich nicht sein,
wie immer geschlemmt, was sein muss und zum Schluss stürmische See, was
wiederum auch mal sein muss!
Campinggebühren
für 6 Tage: 127.395.
Sonntag, den 18.
Juni 2000,
Abfahrt gegen
10.30 Uhr Richtung Rimini, wieder schön warm
Herrliche Fahrt
– jedenfalls die erste Zeit – mit überwältigendem Blick auf die immer noch sehr
bewegte See. Farben von türkisgrün bis dunkelblau mit weißen Wellenkrönchen.
Kurzer Abstecher nach San Marino der merkwürdigen Art. Hin, rauf, außen herum
und wieder herunter. Naja, mir kann`s egal sein, ich war schon mal da, nur der
Flohmarkt unterhalb des Städtchens hätte mich gereizt! Immer an der Adria-Küste
entlang Richtung Rimini. Inzwischen hat es merklich abgekühlt, ca. 23 Grad.
Ankunft auf dem
Campingplatz Rubicone, außerhalb von Rimini.
Eng, riesengroß
mit ganz kleinem Strand und noch weniger Bademöglichkeit im Meer. Na, ja für
eine Nacht geht es.
Campinggebühr:
37.200 Lire (merklich teurer als im Süden!) -Km-Stand:
128.208
Montag, den
19.06.
10.00 Uhr
Abfahrt Richtung Gardasee oder?!?
Während der
Fahrt schlug Alice vor, vielleicht nach Grado zu fahren, das kennen wir alle
noch nicht! Grado liegt auf einer Lagune oberhalb von Venedig. Entlang der
Adria-Route vorbei am Po-Delta (Flamingos) und an Chioggia Richtung Triest –
jugoslawische Grenze. Die Lagunen von Grado mit Barbano-Insel
(Wallfahrtsstätte) sind sehr beeindruckend und wir fanden dann auch einen sehr
schönen Natur-Campingplatz und ein relativ ruhiges Plätzchen. Was ich
allerdings nicht fand, das war das Meer. Dass es hier Ebbe und Flut gibt, war
uns allen vorher nicht klar. Durch die Gezeiten viel Schlick, Krabben und
Muscheln. Auf jeden Fall ganz anders als im Süden.
Ankunft ca.
18.00 Uhr, ca. 30
Grad,
KM-Stand: 128.516
Campingplatz „Al Bosco“, Gebühr bis 22.06..84.000 Lire
Wir laufen ohne
große Probleme zu Fuß nach Grado und kundschafteten ein bisschen die
renovierte Altstadt aus. Grado ist ein schönes, imposantes
Städtchen. Bei sengender Hitze machen wir am nächsten Tag eine Bootsfahrt
durch die Lagune mit Inselbesichtigung (einschließlich Kerzenstiftung für die
helfende Madonna für Martina). Anschließend genossen wir eine erstaunlich gute
Pizza und ein noch besseres Eis. Trotz erschwerter Bademöglichkeit (immer wenn
man es suchte, war das Meer grad nicht da!) hat es uns allen in Grado sehr gut
gefallen.
Donnerstag, den
22.06,
Aufbruch 10.00
Uhr Richtung Königsee über den Großglockner, sehr heiß.
Nach vorherigem
Einkauf (die letzten Lire) fahren wir über den Plöcken-Pass Richtung Österreich
und dann bei herrlichem Wetter mit Mühe die Großglocknerstraße hinauf ,
genießen den Rundblick in die alpine Gletscherwelt und weiter geht es
dann ohne Mühe bis zum Königsee. Etwas erschlagen und vielleicht wegen
der Schwüle sehr gereizt essen wir erst ganz gut zu Abend. Später dann musste
ich mich erst verteidigen, dass ich nicht mehr rauche und dann war
Gewitterstimmung auch bei Kapps. Es rumpelte nicht nur am Himmel und es regnete
die ganze Nacht und am nächsten Morgen. Schade, nichts mit dem „Echo am
Königsee“. Wir schauten zwar vor bis zum See, aber der Watzmann und die schöne
Bergwelt blieb den Blicken verborgen.
Vielleicht ein
andres Mal!
Ankunft 17.00
Uhr in Königgsee, - Km-Stand: 28.863
Freitag, den
23.06,
brechen auf in
Richtung Chiemsee. Wir wollen doch noch den „Opi“ und Sabine in St.Georgen am
Chiemsee besuchen. Wir waren schon sehr gespannt auf die beiden. Wir kennen sie
ja nur aus den Erzählungen . Es war dann auch sehr nett und wir fuhren dann auf
einer Strecke, die wir garantiert nie mehr finden zu einer Fischerhütte mitten
im Wald und genossen Forelle der besonderen Art. Sehr urig das Ganze.
Wirklich sehr nette Menschen und nach einem opulenten Frühstück brechen wir
dann endgültig in Richtung Heimat auf.
Samstag, den
24.06.
Gegen 14.00 Uhr
hatte uns dann die Heimat wieder und was war es, kühl war es! Wir sind halt
wieder in Deutschland. Na ja, 4 Wochen fast nur schönes Wetter liegen hinter
uns, schaun mer mal, was der Sommer in Deutschland bringt. Die nächste Reise im
Herbst ist schon im Hinterkopf. Jetzt hat uns erst einmal der Alltag wieder.
Jeder von uns hatte auf dieser Reise gute und weniger schöne Tage, viel im Kopf
was Arbeit und Gesundheit angeht und Probleme, die man nicht einfach
ausknipsen, sich schön trinken oder schön schweigen kann. Wir hatten eine super
Zeit und was ganz wichtig ist, trotzdem , dass wir so lange Zeit so eng
zusammen waren mögen wir uns noch. Wir brauchen alle eine kleine Auszeit zum
Ordnen von Gefühlen und Verhältnissen und ich freue mich auf unseren nächsten,
hoffentlich wieder schönen und ereignisreich faulen Urlaub.
KM-Stand:
129.322.
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Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998-312 O 85/98-"Haftung
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