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Sommerurlaub 2006

Süd – Norwegen bis zum Geirangerfiord

28.06 mit 20.07

 

Mittwoch, den 28.06.06, ca. 10 Uhr Fahrt in Richtung Kitzingen zur Firma Most, ist doch schon wieder eine Garantieleistung  (Blinker durchgerostet) zu erbringen (vorher mit Hersteller SEA abgeklärt), es ist schon eine unendliche Geschichte, das mit den Mängeln an unserem Wohnmobil. Deswegen, der erste Tag wird uns nicht weit bringen! Wir beschließen zum Xten Mal, uns nicht aufzuregen, wir sind ja flexibel! Gegen 12.00 Uhr kam der Blinker, der Einbau ging recht flott und wir nichts wie auf die A7 Richtung Kassel, dann bei Soltau runter Richtung Heide-Park. Für heute reichts, der Hund muss ja auch mal springen. Nach etlichem blinden Alarm (stark riechende Winde von Wendy), bedingt durch die Wurmtabletten, macht sie bei einem Spaziergang endlich einen Haufen und wir laben uns bei Nudelsuppe mit Würstchen. Der 1. Tag ist geschafft und wir lassen ihn langsam ausklingen. Start bei 19.420 km  -   Km-Stand  Heidepark: 19.910 km. Stellplatz-Übernachtung: 3,80 Euro

Donnerstag, 29.06.06, 10 Grad, kühl aber Sonnenschein. Wie immer gegen 06:30 Uhr, und die Nacht war um. Haben aber gut geschlafen und die Sonne lacht auch schon. Mit dem Hund Gassi gehen, Kaffee trinken, frühstücken - auf nach Hamburg in die Speicherstadt, die berühmte Modeleisenbahnanlage besichtigen! Weiter ging's auf der A7 durch den Elbtunnel dann Richtung Altona und - schon waren wir da! Parkplatz haben wir auch gleich ergattert und stellten uns hinter einer Reihe von Mädels und Jungs mit Lehrer nach Karten an. Aber - wie sich nach einem Gespräch mit dem Lehrer rausstellte - wollte die Schulklasse in eine Art "Schauerkabinett". Der Lehrer sagte noch:" Gut, das wir miteinander gesprochen haben...."! Wir spazierten unauffällig zum richtigen Eingang und dann waren wir für 16 Euro Eintritt gefangen in dieser Miniaturwelt. Wirklich toll gemacht das Ganze. Die Details, vom Bungee-Springen bis zum Großbrand, vom Rummelplatz bis zur Glitzerwelt von Las Vegas, Hamburg ganz, Skandinavien teilweise und, und, und. Das Fernsehen hat nicht übertrieben, sehr sehenswert! Anschließend spazierten wir mit Wendy noch an die Landungsbrücken, ein Matjesbrötchen schnabulieren  und gegen 13.30 Uhr sagten wir  Hamburg ade und brausen auf der A 7 Richtung Flensburg. Wir biegen dann ab Richtung Husum, dann schließendlich sind wir in Niebüll, unser heutiges Tagesziel, ein Wohnmobilstellplatz hinter dem Rathaus. Vorher noch ein kurzer Blick hinter den Deich, die Nordsee ist da und wird von uns sehr herzlich begüßt. Eigentlich wollten wir morgen noch nach Roemoe, aber Klaus stellte fest, dass unsere gebuchte Fähre in Hirtshals am 01.07. um 1.00 Uhr, also morgen nacht schon geht!!! Also morgen gehts nach Dänemark, gleich die Autobahn hoch über Arhus. Abends noch Gulasch, Gnochis und Salat, ein kleiner Spaziergang durch das nette Städtchen. Vielleicht noch ein bisschen Fernsehen? Kilometerstand: 20.222.

  

Freitag, den 30.06.06, Sonnenschein, ca. 12 Grad morgens (sollte sich bis mittags auf 26 Grad steigern!) Nach wiederum gut verbrachter Nacht und ebensolchem Frühstück meldet sich der Klaus`sche Zahn ziemlich stark und wir drehen und Klaus sucht einen bereits gestern ausgekundschafteten  und mir verheimlichten Zahnarzt auf. Dieser verkündet ihm, er könne auch weiter nichts machen, in Norwegen  gäbe es auch gute Zahnärzte, die Zähne ziehen könnten. Klaus  verspürte eine leichte Besserung, aber nur eine ganz leichte, wie er mir später verraten hat. Klaus hat eine Entzündung, die der doch recht nette Doktor ausgespült und mit Medikamenten behandelt. Ich dachte, na ja,, es muss halt immer etwas sein, das hätten wir also auch! Wir fahren weiter die A7, immer mal den den Hund kurz springen lassen  und so gegen 15.30 Uhr waren wir in Hirtshals an der Kyst-Link-Fähre. Um 21.00 Uhr bekämen wir unsere reservierten Tickets, war die freundliche Auskunft, also noch jede Menge Zeit! Wir an den breiten Randstreifen direkt vor uns ein breiter Sandstrand und weit und breit kein Mensch und die schöne blaue Nordsee bei strahlendem Sonnenschein vor uns! Um 17.00 Uhr beginn das WM-Viertelfinale Deutschland gegen Argentinien. Eine Concorde aus Freising stellt sich hinter uns und richtet ebenfalls seine Antenne.

 

Ich schnappe mir Wendy und dann nichts wie an den herrlichen Strand. So ein Spiel, das halte ich nervlich nicht durch und Wendy freut sich, dass sie endlich nach Herzenslust springen darf, Stöckchen holen, Stöckchen vergraben, ins Wasser beissen, sich und den Stock schütteln, eine wahre Freude! Es ist knapp 19.00 Uhr, das Handy! 1:0 für Argentinien, schlimm! Gleich drauf nochmals das Handy 1:1, ach ist das aufregend! Dann  - kein Handy mehr. Ich komme nach 1 3/4 Stunden an Womo., Klaus schickt mich wieder fort, es ist Nachspielzeit. Wendy freut sich - es geht schon wieder fort! Ich bin zwar leicht erschöpft aber wiederum viel zu feige, das aufregende Nachspielen mit anzuschauen. Nach einer dreiviertel Stunde bin ich wieder ganz  vorsichtig ans Womo - das Handy hat nicht geklingelt - dann schickt mich Klaus wieder fort - Elfmeterschießen!  Ich setzte mich mit Blick aufs Auto auf einen Felsen. Nach endloser Zeit sehe ich Klaus vor dem Wohnmobil mit Daumen in die Höhe "Wir habens geschafft". Na Gott sei Dank, es wurde wirklich Zeit! Ich muß mich wirklich beschweren, das ist einfach zuviel für meine schwachen Nerven. Wir köpfen einen Sekt (Klaus nur ganz wenig, er muss mit dem Auto ja noch auf die Fähre heute Nacht) den haben wir uns jetzt verdient! Eigentlich ist mir Fußball ziemlich egal - aber diese WM kann sogar mich begeistern! Ab 19.00 Uhr hatten wir unsere Tickets und stellen uns an. Schnell verging die Zeit und Punkt 00:30 Uhr fuhren wir an Deck. Bis es losging war es 01:30 Uhr und dann saßen wir auf Klappsesseln und versuchten zu schlafen. Bei Klaus klappte das ein wenig und bei mir eigentlich gar nicht. Früh um 6.00 Uhr waren wir in Norwegen, Langesund im Sonnenschein!  Der Zoll schickte uns gleich wieder weg (den ganzen Aufstand wegen dem Hund hätten wir uns sparen können) und da waren wir nun, leicht gerädert wegen dem fehlendem Schlaf  und fahren Richtung Kristiansand. Am nächsten Parkplatz machen wir Halt und endlich durfte unser braver Hund Gassi gehen und seine Duftmarke in Norwegen setzen. Ich denke unserem Hund ist es ziemlich egal,  wo er sein Geschäft verrichtet, Hauptsache Gras unter dem Hintern. Ich kann natürlich nicht beurteilen ob norwegische Duftmarken anders als die in der Heimat sind aber unsere Süße macht überhaupt keinen verwirrten Eindruck. Wir hingegen sahen trotz bleierner Müdigkeit , dass alles schön grün war in Norwegen, schön grün und blau. Blau die Seen, grün der Wald. Zu mehr Euphorie waren wir nicht in der Lage und wir hauten uns das erste Mal am Hafen von Kragero, der Edvard Munch-Stadt - aufs Ohr. Nach 1 Stunde die E18 entlang immer weiter Richtung Kristiansand. Meinem Herzblatt - diesmal meine ich meinen Mann - sah man zwischenzeitlich immer mehr seine unerträglichen Zahnschmerzen an. Was tun! Erst einmal in Kristiansand auf den Campingplatz. Es wird  nichts anderes übrig bleiben, der Zahn muss raus! Wie sagte doch der gute Doktor in Niebüll:" Auch in Norwegen.....!" Glück im Unglück, in Kristiansand gibt es eine Zahnklinik, die auch am Wochenende geöffnet hat. Km-Stand: 20.855, Campinggebühren 2 x 210 Kronen, Gut ausgestatteter Campingplatz, direkt am Fjord!

Sonntag, den 02.07.06, Sonnenschein, tagsüber bis 30 Grad. Klaus fuhr nach eine kurzen schlimmen Nacht mit dicker Backe, Kopfschmerzen und mit dem Fahrrad in die Dentalklinik am anderen Ende von Kristiansand, (der Mensch an der Rezeption hat es ihm in deutsch sehr gut beschrieben) bekam dort drei Spritzen und das "Übel" wurde mit der Wurzel herausgezogen. Das Ganze für 800 NOK, aber das Geld war nicht schlimm, bekommen wir ja wieder. Wichtig ist, dass wir hoffentlich den Urlaub jetzt richtig beginnen können. Klaus fühlt sich schon besser, diesmal aber wirklich und ruht sich nachmittags aus. Ich mache mal wieder eine Radtour der besonderen Art. Ausgestattet mit Karte (wo bin ich denn nun eigentlich) und guter Kondition lernte ich Land und Leute kennen und mit Hilfe der Eingeborenen fand ich dann auch wieder den Campingplatz. So lerne ich auch Land und Leute kennen und habe gleichzeitig etwas für die Figur getan. Das war vielleicht eine Berg- und Talfahrt! Aber herrlich, Wald, Seen, viel Natur und wenig Menschen, eigentlich waren es sogar ziemlich wenig Menschen. eigentlich waren da gar keine Menschen  -  bis ich wieder aus dem Militärgebiet heraus war. Und das habe ich nicht dem Klaus erzählt, da hätte ich wieder was hören können! Nun ja ich glaube, jetzt kann der Urlaub losgehen!

  

Montag, den 03.07.06, Sonnenschein, bis 30 Grad (langweilig, was). Klaus gehts zu "80%" gut sagt er und wir packen es nach guten Frühstück auf die "9" Richtung Evje ins Setesdal. Vorbei an kleineren und größeren Seen, kleineren und größeren Felsen, richtig : Norwegen ist so! In Hornes (kurz vor Evje) biegen wir in den "Mineralpark". Eine Mineralienausstellung zeigt perfekt arrangiert die schönsten Kristalle und Mineralien Norwegens. Hier kann man, wenn man denn möchte, etliche künstliche Grubengänge besichtigen und später im "Setesdal Mineralpark" selber schürfen und kratzen. Das überlassen wir aber anderen. Ich kaufe mir einen mächtigen Steinring für 8 Euro und bin glücklich. Weiter geht es entlang dem zu recht hoch gelobten "Setesdal" vorbei an verschiedenen Seen, Fjorden (Ardalsfjorden, Byglandfjord) - hier ein herrlicher Parkplatz. Vor einer Raftingstelle haben wir einen wunderbaren Blick auf die Flusskaskaden des Otra-Flusses. Weiter immer das Otra-Tal entlang. Dieser Fluß ist mal breit wie ein See, dann wieder eng und steinig und wird umrahmt von einer Natur belassenen Landschaft, manchmal unterbrochen von Ferienhäusern, mal links, mal rechts ein steiler Berg.

    

 Je weiter nördlich wir kommen, desto höher werden die Berge,  bis wir bei Rygnenstad die "9" verlassen und die "45" in Richtung Dalen nehmen. Ziemlich steil und holprig die Straße. Immer wieder Seen, Wälder, Ferienhäuschen "Hytter", Privatparkplätze. Also mit Übernachten, wie der gute Schulz vor 10 Jahren beschrieben hat, ist hier nichts drin! In Dalen, malerisch am Bandak-See gelegen, tanken wir (km-Stand: 21.070) 41 Liter =311 NOK) und - nach dem Tanken fahren wir einer Anregung Schulz folgend die "45" in Richtung Hodalsmo. Dalen ist Endstation des 130 km langen, berühmten Telemark-Kanals, der von Langesund a.d. Nordsee seit 1892 über 18 Schleusen die 4 Binnenseen Nordjo, Flävatn, Kvideseitvatn und Bandaksee verbindet. Wir machen einen Abstecher zur Stabkirche von Eidsborg. 7 Serpentinen, der Beifahrer wird mit einem tollen Blick hinunter auf den See belohnt, und wir waren an der kleinen Stabkirche (etwa 1300 erbaut).

  

Immer noch herrlich warm (wieso haben wir eigentlich so viele warme Sachen mitgenommen?) lassen wir die Sehenswürdigkeit auf uns wirken, beschließen aber, nicht an dem in der Nähe gelegenen Badesee zu übernachten, sondern  in Dalen. Am Yachthafen dürfen wir nicht, auf dem idyllisch gelegenen Campingplatz dagegen schon - nämlich unser Womo parken. Bratkartoffeln, gegrillte Bratwürste (fränkisch) und Tomaten/Paprika-Salat. Wie oben erwähnt, der Urlaub hat jetzt richtig begonnen! Auf dem Campingplatz war auch ein großes Trampolin und ich muss es einfach mal erwähnen, das Trampolinspringen scheint große Mode in Norwegen zu sein, zu jedem Gehöft gehört ein Trampolin, eine Kapelle, ein Vorratshaus und eine Scheune. Campinggebühr, 175 NOK, alles pikobello sauber, sehr angenehm!

    

Dienstag, den 04.07.06 (ich erwähne das Wetter ab jetzt nur, wenn schlechter wird!) Gegen 1/2 11 Uhr machen wir uns auf, Richtung "Ravnejuv" (Rabenschlucht) die "38" in Richtung Rjnkon, Mitte des Hardangervidda-Nationalparks. Vorher aber noch die einer Stabkirche nachempfundene, angeblich Norwegens schönste Beherbergungsstätte, das "Hotel Dalen" fotografieren. Die 70 km nach Rjnkon wurden ziemlich lang....davon später.

    

    

  Ach ja, tanken mussten wir auch schon wieder ( KM-Stand: 21.070 -  311 NOK)  aber dann nichts wie in Richtung Rabenschlucht. Auf unbefestigtem Weg ca. 7km steil hoch und runter und dann....ein abenteuerlicher Blick, ein riesiges Warnschild: ein Überhang ohne Absperrung! Wendy an kurzer Leine, ein paar fotografische Aufnahmen, die 7 km wieder zurück und - was das für eine Schlucht war, haben wir dann erst auf der "37" mit einem Blick übers Tal festgestellt. Ca. eine Stunde hat unser Ausflug gedauert und weiter geht es , vorbei an unzähligen "Hytter",  Felsen, Bächen, Bergen, Mooren und überall Privat. Jeder Parkplatz war ein Privatparkplatz und da überall Skihütten und Lifte, und die Hinweise auf Skicenter vorhanden sind, können wir uns den Betrieb im Winter hier vorstellen.  Gebaut wird jedenfalls wie wild. Die Straße ist wieder sehr holprig aber um jeder Ecke  bzw. nach jeder Kurve ein neuer grandioser Ausblick, eine neue Perspektive. Und überall Wasser, Bäche, kleine Wasserfälle, ausgetrocknete Flussbette etc.. Bei Ruland (hier besonders malerisch im wahrsten Sinne des Wortes, eine Gruppe Maler versuchte sich am herrlichen Panorama) machten wir Pause und vertraten uns die Beine. Wir fuhren schließlich weiter und hatten zu unserer Rechten den "Gastafoppen" (ca. 1883m), der die Gegend beherrschende Berg. Im Winter steht die Sonne hier so tief, dass kein Sonnenstrahl die Ortschaft erreicht. Die Norskhydro (Wasserkraftwerkfirma) baute schon 1928 eine Seilbahn auf die Hochebene, damit die Leute wenigstens ein paar Sonnenstrahlen abbekämen! In Vemork dokumentiert und informiert eine Ausstellung über die 1965 verfilmte norwegisch-britische Sabotageaktion, die 1943 den Export "schweren Wassers" , das man zur Herstellung der Atombombe braucht, nach Deutschland verhinderten. Bei Miland geht die "37" wieder in normale Bahnen, d.h. dem Timsjo entlang, am Anfang breit wie ein See, dann wieder ein Fluß runter bis Follseland.

                        

 Diese Strecke fahren wir in 1/4 der Zeit, auch hier wieder eine großartige Landschaft, viel Holz, Wasser, Sonne und keine Elche... Weiter gehts auf der "361"  Richtung Notodden an die größte "Stavkirke" Norwegens, nach Heddal. Sehr schön, sehr dunkel und wieder etliche, diesmal junge Menschen, die das Ganze auf die Leinwand bannen. Wir fotografieren nur und sind erst einmal geschafft für heute. Wir fahren nach Kongsberg (alte Silberminenstadt, hier gruben deutsche Bergfachleute 1624 nach Silber), da hier ein Campingplatz eingezeichnet ist.  Auf allen bisherigen gut ausgeschilderten, meistens mit WC bestückten Parkplätzen ist das Campen nicht erlaubt  oder es sind Schilder "Privat-Parkering" ,so dass wir auf Campingplätze müssen. Nur, wenn da keiner ist! Auf der "40" fahren wir Richtung Geilo, hier war ein rotes Dreieck eingezeichnet. Satz mit X, da war erst einmal nix. Wir drehen rum, wieder nach Kronsberg und fragen ein paar Taxifahrer. Wir müssen auf die andere Flußseite und dann nach ca. 6 Kilometern soll ein Campingplatz sein. Vor einer Unterführung mußte ich aussteigen, kommen wir durch?  Wir kommen und dann fahren wir so eine Art Privatstraße und da soll was kommen? Tatsächlich, da war ein Campingplatz, noch nicht fertig aber fast, malerisch gelegen. Der "Pikerfosshyttegrend og camping" mit Streichelzoo am Eingang gefällt uns gut und Fernsehempfang fürs Halbfinale Deutschland-Italien um 21.00 Uhr haben wir auch.  Wieder muss ich mit Wendy spazieren gehen! Schade - Deutschland ist raus - 2:0 für Italien. Na ja, brauchen wir wenigstens kein Fernsehen mehr schauen Campinggebühr: 130 NOK.

Mittwoch, den 05.07.06 Von Kongsberg gehts immer die "40" dem zuerst breiten, lieblichen Numedal entlang. Begleitet werden wir von einem träge dahin fließendem Gewässer, das sich jedoch blitzschnell in einen schmalen,  Kaskaden bildenen reißenden Bach verwandelt. Hier scheint eine der Kornkammern Norwegens zu sein, man sieht richtig breite Getreidefelder und immer wieder die roten, gelben oder weißen Holzhäuser mit den breiten Veranden und den auf Stein gesetzten Vorratshäuschen und natürlich das obligatorische Trampolin! Zwischendrin, malerisch an einem kleinen See ein bildschöner Platz, wo das Campen mit Wohnmobilen ausdrücklich erlaubt ist!!! Wir sind geplättet müssen aber die gastliche Stätte verlassen, da unser Ziel ein anderes ist. Nach Geilo geht es immer höher und höher und wir kommen zur baumlosen Hochebene der Hardangervidda. Wir fahren die "7", ein Pass, der bis auf 1100 m geht und können den Schnee kratzen. Wieder jede Menge "Hytter" , jede Menge "Skistatjoner" und Skilifte bis wir zum Vonigfossen, Norwegens bekanntestem Wasserfall, 182 m hoch, kommen. Er bietet einen gewaltigen Anblick, den wir uns mit vielen Leuten teilen. Wir suchen einen Weg nach unten, machen aber auf halber Strecke den Umkehrschwung, da es immer noch sehr warm ist und uns es für heute reicht. (In Geilo, das habe ich noch vergessen, tanken wir bei KM-Stand  21.400 und zahlen für 55 Liter Diesel 588 NOK). Durch ein paar lange Tunnel landen wir im "Mabordalen" - Campingplatz. Gegenüber befindet sich das "Hardangervidda Natursenter Eidfjord" und wir machen uns es endlich gemütlich. Für heute haben wir fertig! Noch was schnabulieren, den Hund spazieren führen und dann Pläne für morgen. 20:30 Uhr und noch 25 Grad. Habe ich schon erwähnt, dass wir es sehr genießen, dass es bis 11:30 Uhr hell ist? Campinggebühr auf dem gepflegtem Platz: 145 NOK!

        

 

Donnerstag, den 06.07.06. Wie immer, so gegen 9:30 Uhr  machen wir uns auf zu den Gletschern. Wir verlassen den Eidfjord und überqueren - das erste Mal mit einer Fähre - den Sortfjorden von Brjinnes nach Nesheim. Wir fahren durch abwechslungsreiche  Kulturlandschaft weiter auf der "13" bis Voss. Immer an größeren und kleinern Fjordausläufern, Bächen, und Flüssen (die Namen kann man gut im Führer nachlesen) vorbei. Ab und zu halten wir mal an, Wendy muss auch mal bewegt werden, wir natürlich auch! Ab Voss wieder die "13" entlang, wieder Norwegen pur, bis Vongsnes. Mit der Fähre über den Sognesfjord nach Hella. Von da auf der "55" entlang an Ausläufern des Sognefjordes bis Gampne. Hier geht es auf der "604"  ins Jostedal. Wir ahnen noch nicht, was wir gleich im "Jotunheimen Nasjonalparken", in dem die meisten Geltscher Norwegens sich befinden,  zu Gesicht bekommen. Wir fahren bis Jostedal, Gjierde bis vor zum großen Parkplatz und sehen ihn schon vor uns, den Nigards-Breen, der uns seine blaue Zunge  entgegenstreckt und vor dem ein milchiger Gletschersee liegt. Erst wollen wir zu Fuß hin, aber dann war es doch etwas schwierig und wir fuhren mit dem Gletscherboot ziemlich weit vor. Noch ca. eine halbe Stunde klettern und wir stehen direkt vor dem Gletscher. Überwältigend, wenn man sich vorstellt, wie lange es diesen Gletscher schon gibt und selbst wir Laien bekommen eine Ahnung, dass es dieses Naturphänomen schon ziemlich gebeutelt hat durch die globale Erderwärmung, auf jeden Fall floss das Wasser in Strömen. Es ist schon beeindruckend und wir sind ganz ehrfürchtig vor der gewaltigen Natur und versuchen recht viel aufzunehmen und unseren Eindruck auf Bildern festzuhalten. Aber - man mußte das einfach selbst erleben. Wieder ist es schon 17.00 Uhr und wir wollen heute nicht mehr weiter. Wir landen schließlich auf den Gierde-Camping". Sehr einfach, aber einfach alles da. Da wir schon unsere Frischeinkäufe getätigt haben Obst, Salat, Eier, Brot konnte ich wieder ein exzellentes Mahl bereiten, wodurch der Tag seinen würdevollen, vorläufigen Abschluss nahm. Ich vergaß zu erwähnen, dass es gegen 18.00 Uhr einen ziemlichen Dusch von oben gab. War aber dann doch rasch beendet und nach ein paar Bierchen (Klaus) und ein Paar Weinchen (Inge) war die Urlaubswelt wieder in Ordnung! Campinggebühr : 128 NOK.

        

Freitag, den 07.07.06, bewölkt, warm. Mitten in der Nacht Gebell von Wendy. die zahlreiche vorhandenen Jugendlichen auf dem  Campingplatz scheinen ganz schön voll des süßen Weines (oder sonstigen alkoholischen Getränken) zu sein und machten ziemlich viel Lärm. Klaus schlief den Schlaf des Gerechten aber bei mir war Krimi angesagt, draußen war es 4 Uhr und taghell. Na ja, wenigstens war der Krimi spannend und  ich bin dann gegen 8 Uhr auf die Campingplatztoilette Als ich wiederkam, neue Katastrophe! Durchs Wohnmobildach tropft es! Klaus hat die Ursache schnell gefunden, wieder ein Garantiefall "Gott sei Dank" noch. Von unterwegs hat Klaus gleich SEA und die Firma Most angerufen, Dachsanierung mit in die Liste nehmen! Es ist ein Albtraum, es kann einfach nicht mal nichts sein. Leicht bedröppt machen wir uns vom Acker, fahren die "604" den Jostedalselva, wieder zurück auf die viel gerühmte "55". Zuerst ziemlich lieblich mit viel Grün, glasklarem Wasser und bewaldeten Bergen, die die Fjorde begrenzen.  Kehren, Tunnel, sanfte Wellen, eingebettet in eine Landschaft, die den Sinnen keine Verschnaufpause gönnt. Wir kreisen immer höher und zu unserer Rechten sind  die Bergriesen des  Jontunheimen-Nationalparks. Begleitet von eismeerblauen reißenden  Gebirgsbächen, überall aus den Gebirgswänden stürzende Wasserfälle, einfach atemberaubend. Weiterhin begleiten uns jede Menge Radfahrer, schnaufend, mit und ohne rote Köpfe....na ja, meins wäre es nicht, da haben wir es unserem Großen schon bequemer, Da, rechts ein Hinweisschild zur "Invashytta" (Infozentrum - frei interpretiert), auf 1880 m liegend, direkt beim höchsten Berg Norwegens, dem Goldhoppingen, immerhin 2.489m hoch! Wir nichts wie rauf, es sind ja nur 15 Kilometer!?! Die haben es allerdings ins sich, unser Dicker ist zwar kräftig aber um die Serpentinen muß man den Langen ja auch noch bringen! Na ja, ich verlass mich da ganz auf Klaus. Auf jeden Fall zieht sich das Ganze ziemlich in die Länge und vor allem in die Höhe, bis wir dann an der Hütte ankommen, auf 1860 m mit tollem Blick auf den Gletscher und die dort agierenden Snowboard- und Skifahrer. Wir ziehen die Bergschuhe an und wollen eine Stunde laufen. Wendy freut sich schon auf den Schnee. Rauf auf den Gipfel sind es noch 21/2 Stunden, es ist aber schon 15.00 Uhr, also spazieren wir erst über ein Geröllfeld, dann zur Freude von Wendy über ein langes Schneefeld und werfen viele, viele Schneebälle, unser Hund ist glücklich! Wir soweit auch. Wir fahren die atemberaubenden 15 km wieder abwärts und dann wieder auf die "55". Von wegen Route "66", die "55", die bringts! Nach Lom, dort eingekauft und getankt - hier auch wieder ein berühmte Stabkirche - fahren wir die 15, nicht weit, und ich sehe einen Campingplatz, direkt am Ottavatn. Nix wie rein, ein schöner Platz auf Wiese und am Wasser (Mückenalarm!), was anständiges zu Essen (Lende mit Sahnesoße, Bärlauchnudeln und Chinakohlsalat), voila, uns gehts doch gold!  Kmstand: 21.984, getankt: 59,50 l = 671 NOK, Campinggebühren: 140 NOK.

     

Samstag, den 08.07.2006 .Heute erst um 1/2 12 Uhr brechen  wir auf in Richtung Geiranger-Fjord. Immer auf der "15", erst entlang eines grünes Tales, dem Ottadalen, Fluß abwärts, den Ottavatn begleitend, der sich mal als ein reißender Wildbach, dann wieder als ein gemütlicher breiter Fluß darstellt. Bei Grotli geht es streng bergauf, einige Serpentinen bis auf 1038 m.. Dann fahren wir rechts ab auf den Dalsnibba, das ist der Berg mit dem berühmten Blick auf den Geiranger-Fjord. Wir natürlich nix wie rauf, da oben ist ganz schön was los. Ein Wohnmobil, Bus, Motorrad und Auto nach dem anderen, was fehlt noch? Ach ja, Radfahrer! Aber auch für die Letztgenannten lohnt sich der Ausblick. Wir blicken auf den blaugrünen Fjord mit den kleinen und großen Schiffen drauf (wie im Modeleisenbahnland). Nach dem Sattschauen gehts wieder abwärts nach Geiranger, ein totales Touri-Städtchen mit einem Andenkenladen nach dem anderen. Wir fahren auf den gut besuchten Campingplatz und wollen morgen weiter mit der Fähre (Mini-Kreuzfahrt) nach Hellesylt. Weiter  die "60" nach Kiss und dann, wissen wir noch nicht so genau, weiter die "15" Richtung  Nordfjord oder bei Strym wieder Richtung Süden. Schau mer mal, wie das Wetter wird. Heute gibt`s noch Regen, aber bei uns ist es im Womo gemütlich! Später nieselt es mal hin und wieder, aber kalt ist es nicht wir hoffen natürlich, dass uns der Wettergott gewogen bleibt!

    

Sonntag, den 09.07.2006. Nun hat es uns doch erwischt, das "Norwegenwetter" Wir hatten gedacht, erst in Bergen, das ja die zweifelhafte Ehre hat, für Regen berühmt zu sein,! Trotzdem um 11 Uhr stechen wir mit der Fähre in See, d.h. 20 km weit in den Geirangerfjord bis nach Hellesylt. Wir bekommen von einer freundlichen Frauenstimme einiges über Land und Leute am Geirangerfjord erzählt, müssen aber darauf achten, dass wir, da die vielen anwesenden Japaner dauernd gemeinsam die Schiffsseite wechseln, immer von Backbord nach Steuerbord und umgekehrt für Ausgleich und Gleichgewicht des Schiffes sorgen. Falls das keiner gemerkt hat, dies sollte ein Scherz sein!.  Um nochmals auf die Frauenstimme zurückzukommen, sie erzählt uns von den Wasserfällen "den "fünf Schwestern" und dem gegenüber liegenden Wasserfall, genannt "der Freier", der aufgrund der dauernden Zurückweisung zur Flasche greifen musste (wenn man mit Fantasie hinschaut, kann mal einen Boxbeutel erkennen) , und von den vielen armen und reichen Bauern am Geirangerfjord, direkt am Felsen kleben die Gehöfte und waren bis in die 70er Jahre bewirtschaftet.  Wir schwätzten noch mit einem Nürnberger Ehepaar und waren so etwa 1Stunde mit der Fähre unterwegs. Trotzdem, meine Fjordfahrt habe ich jetzt also auch gemacht, nur angeln war ich noch nicht, vielleicht später irgendwo und irgendwann! Die Fähre kostete 488 NOK also ca.60 Euro. Norwegen ist kein Billigland!

    

Wir düsen weiter die "60" und "15" bis nach Stryn, um den Innvikfjorden herum weiter auf der "60" nach Skoi, dann auf der "5" den Jolsten-Vatnet entlang über Forde immer Richtung Bergen. Bei Sonde, es ist inzwischen 17:30 Uhr, beschließen wir, das erste Mal in Norwegen, frei zu stehen. Wir gesellen uns zu einem Bus, ganz in der Nähe eines Baches, neben "Desirees Lappeteknikk" (was immer das ist), machen einen Spaziergang mit Wendy und dann sehen wir, auch das erste mal in Norwegen, Angler (allerdings schwedische)  die - allerdings vergeblich - versuchen, Lachse oder auch etwas anderes aus dem Bach zu ziehen. Dann regnet es sich richtig ein. Fernsehen geht auch nicht. Müssen wir also,  was die Fußballweltmeisterschaft angeht, dumm ins Bett. Es gibt schlimmeres!

Montag, den 10.07.2006. Die ganze Nacht hat es geregnet. Sehr unruhiger Schlaf auf dem Parkplatz. Aufgewacht - es war es 4:00 Uhr. Klaus brummelt was von "viel zu früh", womit er recht hat, dreht sich um und schläft weiter. Ich lese meinen Krimi  aufstehen tun wir um 7.00 Uhr. Es gießt immer noch in Strömen, das kann ja heiter (hoffentlich!) werden! Wir fahren nach Kurzfrühstück und Schnell-Gassi-Gehen  weiter in  Richtung Larvik. Nach einer Weile ließ der Regen nach und auch unser Hund  machte schließlich und endlich ihren Haufen. Mit der Fähre nach kurzer Wartezeit (237 NOK) Oppedal, Brekke und dann die E 39 entlang Richtung Bergen. Wir fahren wie gehabt an mehr oder weniger wilden Bächen, Fjorden und Wasserfällen vorbei, kraxeln mit dem Großen mal rauf, mal runter, passen auf den schmalen Strassen auf und dann schließlich: "Bergen"! Vorher noch Obst und Gemüse beim Lidl! einkaufen. Wir fahren bis in die City und finden doch glatt einen tollen Parkplatz. in der Nähe des Fährhafens, zahlen für 3 Stunden und laufen los. Das Nordische Fischereimuseum, das Rosenkranzhaus bzw. der Rosenkranzturm (zur Erinnerung an Bergens Zeit als Königsresidenz wieder aufgebaut) sowie die Hukanshalle (Bereich der zerstörten mittelalterlichen Festung Bergens) lassen wir von außen auf uns wirken. So viele Menschen plötzlich auf einmal, daran müssen wir uns erst noch gewöhnen.  Die Häuser des Zentrums gruppieren sich wie in einem Amphitheater um das Hafenbecken Vagen, wo gerade ein Fisch- und sonstiger Markt stattfindet. An dem einen Ufer liegt Bryggen (Welt-Kurturerbe), gut zu erkennen an der Front der bunten, nach dem großen Stadtbrand von 1702 wieder aufgebauten Holzhäusern. Auch die Rückseite dieser Häuser ist interessant und wir spazieren durch diese voll mit Leben erfüllte Welt. Am Kai liegen interessante Segel- und Motorschiffe aus ganz Europa. Nur die einst deutsche Marienkirche, die auf einer ziemlichen Anhöhe steht, hat leider geschlossen. Schön war es, aber nach drei Stunden reicht uns die Großstadt und wir suchen uns in der Nähe einen Campingplatz, ich will duschen! Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass es, als wir in Bergen waren, n i c h t  geregnet hat! Wir wenden auf der Verlängerung der E 16, der 580 und werden fündig. Auf dem "Bratland Camping" in Harkeland stehen wir zwar auf Schotter aber der Mensch freut sich (über warmes Wasser, ordentliche Klos und Duschen). Getankt haben wir auch noch 59 Liter für 640 NOK (77 Euro), dafür hat der Campingplatz nur 150 NOK (18 Euro) gekostet, ausgleichende Gerechtigkeit. Kilometerstand: 22.459!

    

Dienstag, den 11.07.2006. Es regnet und regnet und wir fahren ein wenig zurück auf die E16 und dann auf die "7" immer am Hardangerfjorden entlang. Gestern Abend  Diskussion darüber, dass Norwegen ja ein sehr schönes Land ist aber kein Herz für Hunde, jedenfalls keines für Touristenhunde, hat! Klaus wurde lautstark von einem Bauern gerügt, weil sein Hund sich auf der Wiese gewälzt hat (die Wiese war gemäht!) und gestern mussten wir das Hundehäufchen von Wendy wegräumen, obwohl sie sich  weder auf dem Weg noch an einer Stelle, wo Kinder spielen , erleichtert hat. Wir haben sowieso immer unsere Hundetüte dabei und passen schon auf! Überall in dem schönen Fjordland ist zu wenig Platz und alles ist Privat und "verbodden", Ich meine halt, es ist wie überall, es gibt solche und solche Menschen. Nur wenn man zum großen Teil vom Tourismus lebt, und das denke ich mal nicht so schlecht, und Norwegen außerdem ein sehr teures Urlaubsland ist, was das durchschnittliche Urlaubskonto schon ziemlich strapaziert,  sollte man schon dafür sorgen, dass die Besucher auch die Möglichkeit haben, mit Anhang , in unserem Falle ein Hund, entspannt die Ferien genießen können und nicht verkrampft darauf warten, zurechtgewiesen  zu werden. Nur als Randbemerkung, in der Wiese, auf der sich Wendy "gewelchert" hat , steht nicht weit weg ein Uraltbus, der still vor sich hinrostet und mit wenig umweltfreundlichen Öllachen die Gegend verunstaltet. Bis auf diese zwei unerfreulichen Begegnungen hatten wir keinen näheren Kontakt zu Norwegern, außer den freundlichen Campingplatzbesitzern und dem Personal von Supermärkten und Fährbetrieben,  wobei diese Eindrücke natürlich subjektiv sind! Auf jeden Fall haben wir in diesem Urlaub niemanden gefunden, mit dem wir ein Fässchen  aufmachen wollten , also haben wir unser 5l-Fässchen Bier aus Franken wieder mit nach Hause genommen und werden mit unseren Nachbarn, die unsere Wohnung und die vielen Blumen im Garten gewohnt verlässlich betreuen , selbiges aufmachen! Na ja, wenigstens entschädigt die norwegische Natur uns für manches. Also, es regnet auf jeden Fall weiter. Wir wollen in den Süden, in Richtung Stavanger. Wir fahren wieder mal auf eine Fähre (NOK 193=ca. 24 Euro) zwischen Buvarik und Brimmes und doch, ab und zu lugt die Sonne unter den Wolken hervor. Wir kommen an vielen Kirschbäumen und Wasserfällen vorbei und durchqueren noch mehr Tunnels. Immer wechseln sich Regenschauer und Sonne ab. Schließlich nach einem langen Tunnel bei Harda, einen Schigebiet, machen wir einen schönen Spaziergang, bei dem Wendy endlich wieder mal ohne Leine und ohne Regen unbedarft rennen kann .Dann immer weiter die "13" entlang, Richtung Süden. Stopp, hier ist ein Campingplatz - einfach aber o.k. -   und Ende der heutigen Fahrt. Fernsehen ist angesagt! (Campinggebühr: 90 NOK= ca. 11 Euro- kann man nicht meckern). Wenn das Wetter mitmacht, wollen wir morgen auf den "Prekestolen" wandern, klettern, was auch immer, schaun mer mal!

Mittwoch, den 12.07.2006. Nachts ein paar mal Regen, wir stehen aber gut, nichts tropft! Wir fahren die 13 weiter, immer wieder Seen, Tunnels und Bäche. Bei Nesvic wieder Fähre, diesmal müssen wir aber ca. 1 Stunde warten, aber wir haben ja Zeit! Ein Schild "Hot Dog", schlappe 89 NOK = knappe 11 Euro, erinnert uns daran, dass wir sämtlichen Ratgebern folgend, unsere Verpflegung bis auf die frischen Waren  mitgenommen haben, sonst wäre ein Norwegenurlaub für uns unerschwinglich. Außerdem müssen wir genug für Maut und Fähren bezahlen, hier kostet die Fähre z.B. NOK 173 = 21 Euro) und auf dem jetzt erreichten riesigen und ziemlich vollen Parkplatz unterhalb des "Predigtstuhles" zahlen wir 60 NOK =  ca. 7,50 Euro um 14.00 Uhr! Hier ist auf jeden Fall großes Touristen treffen, ein Wohnmobil und Auto nach dem anderen! Lt. Schulz könne man hier übernachten! Das war einmal, vor zehn Jahren. Wir ziehen unsere Wanderschuhe und die Goretexjacken an und wollen den Aufstieg auf Norwegens meist fotografierten Fels trotz unsicherer Witterung wagen. Kurz noch Brotzeit gemacht, in den leichten Rucksack die große Wasserflasche und auf geht es. Das absolute "High light" jeden Norwegenurlaubs, der Aufstieg zum Predigstuhl, ca. 4-5 Stunden einer nicht ganz leichten Wanderung, liegen vor uns. Das geht ja schon lustig los, es fängt langsam zu Nieseln an. Trotzdem jede Menge Leute mit uns unterwegs mit oft sehr ungenügender Ausrüstung (Flip-Flops, kurze Hosen, Plastiktüten in der Hand). Zuerst auf einem Wurzel durchsetztem Stolperpfad den Berg hinauf zu einem ersten Aussichtspunkt mit Tischen und Bänken auf großen Felsplatten. Bei günstiger Witterung bestimmt sonst ein Ort der Geselligkeit, heute gähnend leer. Dann überqueren wir auf Laufbohlen  eine moorige Fläche und der Regen begleitet uns weiter, er wird sogar immer dichter. Schließlich turnen wir über Felstrümmer, wie überdimensionale Schotterberge zu Felswällen geschüttet. Unsere Wendy hält sich aber tapfer, vielleicht hätte sie doch eine Bergziege werden sollen, wie mir aber Klaus später eröffnete, war die Tour für Herr und Hund kein Zuckerschlecken! Klaus muss sie oft durch schmale Felsspalten schieben. Die Aussicht auf einen kleinen Zipfel des Lysefjorden sind regen getrübt, aber einen Trost gibt es: Nicht nur wir alleine sind so verrückt, bei diesem Wetter diese Tour zu wagen! Je länger wir wandern, desto mehr wird uns klar, der Weg zum Prekestolen ist mit Steinen gepflastert. Wieder eine ziemliche Klettereinlage für Mensch und Tier und wir haben erst die Hälfte der Strecke hinter uns. Aber - aufgeben gilt nicht. Inzwischen sind wir trotz Goretex tropfnass und das Steigen auf den nassen Steinen bringt uns ganz schön ins Schwitzen. An einem Badesee vorbei (unter anderen Witterungsumständen hätte uns ein kühles Bad sicher gut getan) gehts es weiter steil bergauf z.T. auf allen Vieren .Und dann endlich nach 21/2 Stunden stehen wir vor der berühmten Kanzel. Wir wagen uns nicht sehr weit vor aber trotzdem  riskieren wir einen Blick in die steil abfallende Tiefe. Die Ausflugsschiffe unten auf dem Fjord sind klitzeklein und wir sind ganz stolz auf uns, dass wir nicht schlapp gemacht haben. Nach kurzem Aufenthalt machen wir uns auf den Rückweg, der auch nicht viel einfacher zu bewältigen ist und schaffen es schließlich triefend nass und wohlbehalten bis zu unserm Auto. Wir werfen alle Klamotten und uns selbst erst einmal ins Wohnmobil und fahren zum Prekestolen-Campingplatz, ca. 3 km weiter unterhalb des Parkplatzes. Die gleiche Idee hatten schon viele vor uns. Aber auch wir finden ein Plätzchen und stellen uns so, dass das weiter unermüdlich fließende Regenwasser gut ablaufen kann. Egal, wir ziehen dem Regenwasser die heiße Dusche vor und pflegen unsere müden Glieder. Wendy ist platt und rührt und regt sich nicht. Fernsehempfang kriegen wir auch und wir lauschen dem Regen und den Nachrichten, was so alles los ist in Deutschland. Jetzt nichts wie in die Falle und ruhen! Campinggebühren: ungewohnte 205 NOK = 25 Euro.

        

Donnerstag, den 13.07.2006. Irgendwann heute Nacht hat es aufgehört zu regnen und wir sind unterwegs nach Stavanger bzw. an die berühmten Sandstrände des Südens (lt. Schulz). Vorher fahren wir über eine Brücke den Lysefjorden entlang. Wieder eine enge, steile Bergstraße hoch, vielleicht sehen wir den Predigtstuhl von der anderen Fjordseite. Den haben wir zwar nicht gesehen, dafür aber viele, viele Felsen, steil aufragend, also wirklich super. Oben ein Parkplatz mit Klo (Plumpsklo für Behinderte!), auch da könnte man frei stehen, ein Schweizer Wohnmobil steht schon da, uns ist es aber zu kalt und wir fahren zurück auf die "13". Unterwegs musste ich aber aussteigen, und die auf der Straße ruhenden Schafe und Lämmer in Bewegung setzten, damit wir vorbeifahren können. Bei Oanes die nächste (letzte?!) Fähre NOK:143 = 17 Euro, dann Richtung Stavanger.  Hier zum Ölmuseumsparkplatz und dann ein Bummel durch die schöne Altstadt. Besuch der zweitgrößten Steinkirche Norwegens, dem Dom St. Svittum aus dem 12. Jahrhundert. Am Valbergturen (Nachtwächterturm)  hat man einen schönen Blick über Stavanger, der viertgrößten Stadt Norwegens und gleichzeitig die Erdölstadt. Heute wollen wir nicht mehr sehr weit, es soll auch Norwegen ohne Berge geben?! Wir fahren die "44" , dann auf die 507, hier ein kleiner Campingplatz hinter den Dünen, der "Bohe Strandcamping". Hier weht ein frisches Windchen und wir spazieren mit Wendy, endlich wieder mal ohne Leine, am leeren Sandstrand entlang. Uns gefällt es, auch wenn es ziemlich weht und dem Hund auch, ja wenn das so ist! Tanken bei Km-Stand: 22.950 67l für 715 NOK=ca.86 Euro. Campinggebühr: 155 NOK=18 Euro. Hier sehen und fotografieren wir einen wunderschön hergerichteten alten Opel Kapitän mit dem passend dazu lackierten Nostalgie-Wohnwagen.

     

Freitag, den 14. und Samstag, den 15.07.2006. Heute scheint wieder die Sonne und es  pustet ein frischer Wind uns den Kopf frei, aber Norwegen ohne Berge sieht mit Sonne, Dünen und Strand  einfach klasse aus. Wir nehmen uns wieder den Schulz zu Hilfe, fahren nicht weit auf der "44" in Richtung Egersund und dann auf die "507" der Küste entlang Richtung Owe. Halt, hier ist  der Wegweiser "Refnes-Badestrand". Ein Schotterweg an Kiefernbüschen vorbei zur Küste. Ein Parkplatz mit Toiletten, Mülleimer, Wasser und das wichtigste, ein herrlicher, endloser Sandstrand und kein Verbotsschild! Es stehen schon zwei Wohnmobile und es bläst eine steife Brise. Klaus stellt sich ein wenig abseits, windgeschützt. Es ist 10 Uhr vormittags und nicht irgendwo in Deutschland, sondern  in Norwegen und wir beschließen, hier bleiben wir. Wendy ist glücklich, sie rennt und gräbt, und rennt und vergräbt Stöckchen ,um sie mit gleicher Leidenschaft wieder auszugraben und rennt.... Wir kämpfen gegen den Wind und genießen die doch recht starke Sonne hinter unserem Wohnmobil. Abends haben wir rote Gesichter aber wir schlafen herrlich. Über Nacht ist es windstill geworden und der Samstagmorgen ist  bei Windstille und strahlendem Sonnenschein eigentlich viel zu schade um wieder auf Achse zu gehen. Aber wir reißen uns von diesem schönen Fleck los und  folgen wieder einmal dem Schulz, der uns weitere viel versprechende Ziele vorgibt u.a. sollen bei Farsund viele tolle Strände sein! Wir fahren weiter die Küstenstraße entlang bis Egersund, dann weiter zum Flekkefjord über den Listalfjorden nach Feda. Hier geht es auf die "465" wieder einmal eine einspurige Straße auf die Halbinsel Lista. Hier suchen wir die tollen Parkplätze von Schulz, Satz mit X, das war wohl nix! Einzig und allein der Leuchtturm "Lystafyr", den wir emporsteigen, ist ein Lichtblick. Sämtliche Campingplätze in und um Farsund sind überfüllt und entnervt von der Suche bleiben wir schließlich in Mandal  auf einem Parkplatz in der Nähe einer Turnhalle und Bowlingbahn stehen, nachdem auch der dortige Campingplatz trotz intensiver Suche auf demselbigen kein Plätzchen für mich und meine Lieben hat. Wir machen um 21.30 Uhr noch einen Spaziergang mit Wendy, der arme Hund, heute war mal wieder Wohnmobil satt für sie angesagt! Die Schärenstrände sind auch sehr schön und dann hofften wir auch eine ruhige Nacht. Da wurde aber vorerst nichts draus, weil einige Jugendliche im ziemlich alkoholisierten Zustand auf dem Parkplatz es schön fanden, mit Flaschen zu werfen. Zwei Rehe sahen wir auch noch am Rande des Parkplatzes mitten im Wohngebiet! merkwürdig, das Norwegen. Kurz entschlossen fuhr Klaus das Auto zum Parkplatz vor dem überfüllten Campingplatz und wir machten die Schotten zum Übernachten dicht. Soll einer mal was sagen! Sagte aber niemand was. So beruhigt schliefen wir dann doch den Schlaf der Gerechten und beschlossen, da es auf den anderen Campingplätzen im Süden wegen der norwegischen Ferien wohl ebenso überfüllt sein würde zu versuchen, morgen schon nach Dänemark überzusetzen!

Sonntag, den 16.07.2006. Wir machen uns bei herrlichem Wetter auf den Weg weiter auf die E18 Richtung Kristiansand, bzw. Langesund, unserem Fährhafen. Es sind viele Urlauber unterwegs, viele in Richtung Fährhafen, naturgemäß viele Norweger. Viel mit Wohnmobilen, Wohnwägen etc. Das Umbuchen erfolgt problemlos und wir checken nach einigem Disput meinerseits (langweilig! gähn! die Warterei! gähn!) bereits um 15.00 Uhr ein und stellten uns in die Reihe. Na ja, wieder ein Urlaubstag nur im Womo.  Tanken bei KM-Stand: 23.526 für 606 NOK=73 Euro für 57 Liter Diesel. Schön, in den Abend aufs offene Meer zu fahren, es gibt ein kleines Kreuzfahrtgefühl. Nach pünktlicher Abfahrt um 19 Uhr eine etwas unruhige Überfahrt bei allerdings strahlendem Sonnenschein. Wir essen irgendetwas wie "Kötterbular" schüttel-schüttel (Hackfleischbällchen mit dicker brauner Soße und Erbsenbrei) und Hamburger und kaufen für wahrscheinlich viel zu viel Geld Parfüm an Bord ein. Pünktlich um 1:00 Uhr standen wir am Strand von Hirtshals in einer Reihe mit anderen Wohnmobilen und Wohnwagen  hinter den Dünen.

Montag, den 17.07.2006. Gut geschlafen und ausgeruht macht Klaus mit Wendy einen Strandspaziergang, wir frühstücken schön und dann (Tipp eines Wohnmobilisten aus Gera) fahren wir die "55" (schon wieder, aber dänisch) Richtung Hjorning und dann links der Küste entlang zum Leuchtturm "Rubjerg Knude", der mit seinen Nebengebäuden allmählich versandet. Das müssen wir uns anschauen. Wir klettern die hohe Wanderdüne, die uns entfernt an die Düne von Pilar erinnert, empor - den gleichen Gedanken haben allerdings auch jede Menge andere Touristen - und blicken auf das imposante Naturschauspiel, das uns wieder einmal zeigt, dass der Mensch gegen die Natur wenig Chancen hat.

   

Auf gehts auf die Autobahn Richtung Süden, wir wollen der Insel Römö unsere Aufwartung machen. Um 15:30 Uhr bezogen wir auf dem riesigen Campingplatz "Akolk Römö"  die uns zugedachte Parzelle. Ob der vielen Hunde und Leute schaut unser Hund etwas irritiert, aber schließlich und endlich, was bleibt ihr auch übrig, akzeptierte sie unsere Stellplatzwahl und wartet darauf, dass beim Grillen etwas für sie abfällt. Dumm gelaufen, aber man kann ja schließlich nicht alles haben (so oder ähnlich denkt mein Hund) und begibt sich nach gründlicher Inspizierung der Campingplatzumgebung, zur Ruhe. Wir machten es dem Hund nach und hatten eine gute Nacht auf dänischem Boden. Campingplatzgebühr: 34,50 Euro (an diese Preise müssen wir uns erst wieder gewöhnen! )

Dienstag, den 18.07.2006. Wieder herrlicher Sonnenschein, wir wollen, wie das alle tun, mit unserem Womo auf den breiten Sandstrand fahren und finden auch den am Abend vorher ausgekundschafteten Standplatz. Wir stehen super, nicht weit vom Wasser und genießen einen schönen Strandtag bei herrlichstem Wetter. Mittags Bratwurst vom Grill und Salat, was will man mehr!

                

Gegen 16.Uhr packen wir zusammen und fahren die ca. 80 km  bis Niebüll auf den Stellplatz hinter dem Rathaus, ja genau da, wo wir am Beginn unserer Norwegenreise schon mal waren. Heute stehen wir nicht einsam sondern mit etlichen Wohnmobilen gemeinsam auf dem Platz, ja ein solcher stadtnaher Stellplatz, noch dazu kostenlos, spricht sich rum!  Getankt haben wir in Niebüll, ca. 59 l zu 65,35 Euro, Kilometerstand: ca. 24.015.

 

Mittwoch, den 19.07.2006.  Da wir erst Donnerstags zu Hause sein wollen, düsen wir nicht in einem Zug Richtung Heimat, sondern lassen Hamburg, Soltau hinter uns und machen Zwischenstation in Bad Gandersheim, im schönen Weserbergland. Ein wunderschönes Städtchen mit vielen liebevoll renovierten  Fachwerkhäusern, einem schönen Rathausplatz und einem noch schöneren Stellplatz in Altstadtnähe. Außerdem ist gerade Festspielzeit in Bad Gandersheim und wir erleben bei einem Bier bzw. Wein auf dem Rathausplatz  musikalische Unterhaltung durch die Rocky-Horror-Show und  bewunderten die Schauspieler, die mit ihren skurilen Klamotten ein sehr exotisches Bild abgeben. Wir bezahlen 5 Euro Standgebühr und tanken 56 Liter Diesel für 67 Euro. Kilometerstand: 24.435. Erwähnenswert ist noch, dass uns beim ersten Halt in Deutschland fast wegen der vorherrschenden drückenden Hitze, 35 Grad war der Normalzustand bei Tage, der Schlag getroffen hat.

Donnerstag , den 20.07.2006. Im Dank der Klimaanlage wohltemperierten Wohnmobil treten wir die Heimreise an und das heiße  Schweinfurt hat uns gegen 13.Uhr wieder. Kilometerstand: 24.707!

Resüme:  4.843 Kilometer = 800,00 Euro für Diesel haben sich gelohnt! Wir sahen ein wunderschönes Land, viel Fels, viel Wasser, viel berührte und unberührte Natur, ehrfürchtig machende Naturschauspiele und ebenso imponierende Zeugnisse der von Menschen unterworfenen Natur. Die Norweger, die es schon früh verstanden, sich die Wasserkraft zu Nutze zu machen, vermochten wir aber nicht kennen zulernen. Irgendwie hatten wir in den vergangenen Wochen nie Gelegenheit zu einem Gespräch mit einem oder mehreren der ca. 3 Millionen Norweger aber vielleicht sind drei Wochen einfach zu kurz für ein intensives Beschäftigen mit einem Land und deren Bewohner und wir haben ein paar Jahre später, wenn wir vielleicht wieder dieses Land besuchen, mehr Glück. Auf jeden Fall gibt es auch in Norwegen gute Zahnärzte und verhungert und verdurstet sind wir auch im hohen Norden nicht!

also Tschüss bis zum nächsten Urlaub

Inge und Klaus

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Jedermannsrecht in Norwegen

 

Das Jedermannsrecht wird immer wieder falsch interpretiert von Wohnmobilisten .

Das Jedermannsrecht garantiert den freien Zugang zur Natur für Fußgänger und Übernachten im Zelt,

 gilt aber keinesfalls für Fahrzeuge aller Art !

 

Das Übernachten auf Rastplätzen ist in Norwegen grundsätzlich verboten

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