Australien
Inge und
Klaus in Down Under
11. April
mit 17. Mai 2008

1. Rot - Anflug : Frankfurt – Dubai – Bangkok
– Sydney
2. Gelb - Fahrt mit Auto: Sydney – Cairns ca. 4500 km
3. Türkis - Flug: Cairns – Alice Springs ( ca. 3300
km )
4. Gelb - Fahrt mit Auto: Alice Springs – Ayers
Rock ( ULURU, 450 km )
5. Türkis - Flug: Ayers Rock – Melbourne ( ca.
3000 km )
6. Gelb - Fahrt mit Auto: Ocean Road 3 Tage
7. Lila - Rückflug: Melbourne – Singapore –
Dubai – Frankfurt
Freitag, 11. April 2008:, 22:45
Uhr Start vom Flughafen Frankfurt mit (wie sich später herausstellte) viel zu viel Gepäck Richtung
Down Under über Dubai, Bangkok nach Sydney.

23 Stunden Flugzeit und 38 Stunden auf den Beinen landen wir
Ortszeit 7:30 Uhr am Sonntag im sonnigen Sydney, ca. 22 Grad. Wir werden von
netten australischen Zollbeamten durchgelotst und landen schließlich nach einer kurzweiligen Taxifahrt im gebuchten
Cityhotel Wynyard Travel, keine 10 Minuten vom Hafen, sprich Oper und Harbour Bridge, mitten in
der City.. Unser Zimmer können wir erst gegen 14.00 Uhr beziehen, so stellen
wir das Gepäck unter und suchen todmüde
aber trotzdem neugierig gleich die Highlights von Sydney auf. Wir landen am Circular Quay, wo wir gleich zwei Aboriginals mit Digeridoos als Touristenspektakel sehen.

Sehr interessant, das spektakuläre 1973 fertiggestellte Opera House und die berühmte, bereits
1932 eröffnete gigantische Harbour Bridge. Dem wunderschönen gleich daneben liegenden Botanischen Garten statten
wir einen kurzen Besuch ab (morgen gibt es mehr davon, wir sind ja 3 Tage in
Sydney) und stellten uns nach einem Regenguss unter die hoch hinaufragende
eiserne Harbour Bridge, ob wir
allerdings diese jetzt so beliebte Klettertour auf diese Brücke machen sollen –
ich glaube nicht! Ziemlich geschafft sehen wir ein Schild „Löwenbräu“, lassen uns bei Weißwürsten und
Leberkäse ein Weißbier schmecken, wie zuhause und unterhalten uns mit
den deutsch sprechenden Kellner und Kellnerinnen über den großen Erfolg unserer
bajuwarischen Spezialitäten. Also, es zieht sich wie ein roter Faden durch unsere ganze Reise, sehr, sehr nette
hilfsbereite Australier und viele kennen Deutsche oder können selbst deutsch
sprechen. Sehr hilfreich für uns mit unserem sehr verbesserungswürdigem
Englisch. Wobei die Australier ein sehr merkwürdiges Englisch sprechen. Todmüde
fallen wir in unsere Betten und wachen bei Dunkelheit wieder auf. Ach ja, hier
ist ja Herbst und ab 18.00 Uhr ist stockdunkle Nacht! Auch daran müssen wir uns
gewöhnen! Wir laufen aber dennoch um 21.00 Uhr wieder durch Hochhausschluchten
zum wie verzaubert ausgeleuchteten Hafen und freuen uns, in dieser anderen Welt
angekommen zu sein.
Eine Oase der Ruhe ist
der Royal
Botanical Garden mit seinen subtropischen
einheimischen und exotischen Bäumen, den wir am nächsten Tag ausgiebig besuchen. Die Bäume mit den
„fliegenden Füchsen „ beeindrucken genauso wie der dazugehörige Gestank.

Dann sehen wir uns Sydney
von oben an, rauf geht’s auf den Sydney
Tower und haben den nötigen Überblick
über diese schöne Stadt. Wir sehen die tolle Hafenanlage und verstehen, dass
diese Stadt viele in ihren Bann zieht. Wir besuchen das modern gestaltete Sydney Aquarium und den
danebenliegenden Zoo. Hier bekommen wir einen Eindruck über die Vielfalt der
vorhandenen Tierarten, die es nur hier in Australien gibt.


Wir machen uns danach auf den Weg zum Chinesischen Garten , der
ebenfalls ein Highlight und eine ganz
andere Welt im Großstadtgewühl darstellt.

Nach einem guten Essen im Chinesischen
Viertel suchen wir gestärkt die
Shoppingreviere auf und bewundern u.a. ausgiebig das Queen Viktoria Building mit den vielen
exklusiven Läden, den viktorianischem Charme und treffen immer wieder auf nette Australier die bereitwillig Auskunft
geben.

Am nächsten Tag machen wir
vom Circular Quay aus mit einer der netten grün-weißen altmodischen Fähren einen
Ausflug nach Manly. Dieser Vorort liegt auf einer Landenge zwischen Pazifik und
Sydney - Harbour.

Gleichzeitig genießen wir eine Hafenrundfahrt und sehen die Oper und die Harbour Brücke vom
Meer aus. Weiter treffen wir das erste Mal auf einen Aldi, weitere folgen. Bei etwas trübem Wetter entdecken wir schließlich den schönen
Sandstrand, nachdem wir durch das nette
Badestädtchen geschlendert sind. Das Wetter hält die Wellenreiter nicht
vom Surfen ab und wir bestaunen das Können der einzelnen Akteure. Abends
besuchen wir nochmals die Rocks, ein liebevoll restauriertes Altstadtviertel mit unserem „Löwenbräu“ und kommen in den Genuss
einer „echt bairischen Blasmusik“.

Am Mittwoch, 16.04.2008, bedeckt, ca.20 Grad, verlassen wir Sydney mit unserem am
Flughafen georderten Mietwagen, einen Subaru Outback, verstauen unser vieles
Gepäck und los geht das Abenteuer
„All Pacific Travel - Sydney –
Cairns“ , unsere 16tägige Fahrt mit dem Mietwagen , ca. 4500 Kilometer und
das mit „links“, also auf den linken Fahrbahnseite der Highways. Wunderbar
chauffiert Klaus uns aus dem quirligen Sydney Richtung Blue Mountains.
Auf dem immer weniger
befahrenen Western Highway geht es in
Richtung dieses sehenswerten wilden Gebirges, das den Namen hat von den dichten
Eukalyptuswäldern, die einen blauen Dunst und viel Eukalyptusduft verströmt.
Wir besuchen – und das machen wir vor jedem Zielpunkt – einen gelb markierten Infopoint. Hier werden wir mit Kartenmaterial und den wichtigsten
Attraktionen unserer jeweiligen Zielpunkte versorgt und bekommen immer unseren
Weg in unsere bereits gebuchten Hotels eingezeichnet. So auch unser erstes
Hotel das „York Leura Garden Resort.“. Da es abends im Gebirge doch recht kühl wird, nutzen wir die
vorhandenen Wärmedecken in den sehr bequemen Betten. Vorher sehen wir uns aber
die Wentworth Falls an und klettern in einem zweistündigen Rundgang auf den gut
präparierten Wegen und bekommen einen
ersten Eindruck von der vielfältigen Pflanzenwelt. Auch hier ist zu erwähnen,
dass weder Park- noch Besichtigungsgebühren verlangt werden, was konstant auf
unserer ganzen Reise so ist.

Auch der Gang zu den gewissen Örtlichkeiten ist kostenfrei und auch blitzsauber! Tut gut,
sich zu bewegen und dann fahren wir nicht viel weiter zum Echo Point, in der Nähe von Katoomba und fotografieren die
eindrucksvolle Steinformation der „Three
Sisters“, die sehr an unser
Elbsandsteingebirge erinnert. Nur – dort riecht es nicht nach Hustenbonbons!
Wir fahren dann noch auf der „steilsten
Eisenbahnstrecke der Welt“, kurz aber schön und bewundern
die Scenic Skyway, eine horizontale Seilbahn, die über die Klippen führt und die
tolle Aussicht. Hier allein könnte man schon 3 Wochen Urlaub machen, um Flora
und Fauna zu erkunden. Aber - wir
werden sicher noch einige solche Highlights erleben.

Weiter geht’s durch eine
landschaftlich sehr schöne Route durchs Hunter
Valley, einem der ältesten Weinbaugebiete
Austaliens nach Cessnock, ins „Comfort Inn“. Wir genießen die ruhige Fahrt und da, endlich eine Känguruhfamilie direkt neben der Straße. Putzig,
diese Tiere und wirklich schön anzuschauen.

Wir besichtigen das nette Städtchen und staunen über eine
wunderschöne alte englische Kneipe, riesig hoch mit Mahagoni an den Wänden,
Wettbüro und Konzession zum Alkoholverkauf. Zum Essen musst du allerdings
woanders hin, z.B. eine Treppe höher,
kannst aber dein Bier mitnehmen. Merkwürdig, aber überall in Australien so!
Wir fahren weisungsgemäß
wieder Richtung Pazifik auf den Pacific-Highway . Unser Endziel für heute ist Port
Macquarie. Unterwegs machen wir einen
Abstecher Richtung Nelson Bay, dem Naturhafen von Port
Stephens und schließlich nach Anna Bay. Von hier aus erstreckt sich
eine riesige Sanddüne über 32 Kilometer bis nach Newcastle. Wilde Küste, menschenleere
Sandstrände soweit das Auge reicht, Wüstenfeeling mit Kamelen, auch hier wären
wir gern geblieben.

Im „Best Western Macquarie Motor
Inn“ finden wir eine rustikale
Übernachtungsstätte, wie immer mit Toaster, Heißwasserkocher und genügend Kaffe
und Milch für Frühstück und sonstigen
Imbiss. Wir versorgen uns jetzt selbst und kaufen in den großen Supermärkten
ein. Das geht problemlos und wir erleben öfter mal ein Aha-Erlebnis. Z.B. dass
Fisch und Chips großartig schmecken, wenn man den frischen Fisch sich
raussuchen und direkt mit Pommes und
Salat am Strand verputzen kann! Wir
erkunden im Dämmern die Hafenstadt und wie immer sinken wir geschafft gegen 21.00
Uhr in die Betten.
Nächsten Tag besuchen wir als erstes früh das Koala Hospital und Study- Centre Roto House in Port Macquarie. Hier werden verletzte und kranke Koalas wieder aufgepäppelt und
wir erfahren von einer Australierin, die zwei Jahre in München gelebt hat und
ehrenamtlich für die Tiere da ist, dass
durch diese Arbeit die Population der putzigen Tiere wieder im Aufwind ist. Wir
sehen diesen Tieren gerne zu, die nur
sieben Eukalyptusarten (ca. 800 gibt es) fressen und viel mit dem Verdauen dieser
doch einseitigen Nahrung zu tun haben. Schön sind sie schon anzusehen, aber
Bewegungsgeschwindigkeitsrekorde werden woanders gemacht! Wir reißen uns nach netter Unterhaltung und
Informationsaustausch wieder los und visieren unser nächstes Ziel, Coffs Harbour, an. Unterwegs in Kempsey, der Hauptstadt der Akubra-Herstellung (der typische
Crocodile Dandy Hut aus Kaninchenunterwolle) kauft Klaus sich einen solchen und
wird fortan für einen Aussie gehalten (allerdings nur, wenn er den Mund nicht aufmacht).

Unterwegs machen wir in Byron Bay Station und genießen das schöne Wetter an der South West Coast. Wir
absolvieren einen 3 stündigen Rundweg mit Begegnungen der australischen Art
vorbei am östlichsten Punkt Australiens mit wunderschönen Blick über die leeren
Sandstrände und der imponierenden Flora und Fauna. Vom strahlend weißen
Leuchtturm genießen wir einen tollen Blick ins Umland. Im wunderschönen „ Novotel Pacific Bay
Resort „ angekommen genießen wir die laue
subtropische Nacht.

Jetzt kommen wir zur Gold Coast , zum Miami Australiens, namens „Surfers Paradies“. Die leeren Strände werden
weniger und – wie wir bisher nur in Sydney bestaunt haben- – wir sehen Wolkenkratzer neben Wolkenkratzer direkt am Strand, ca. 30 bis 40 Kilometer lang.
Der an Kalifornien erinnernde Strand von „Surfers“ ist wirklich goldgelb,
blitzsauber und – wenn die Lifeguards, sie sollen die besten der Welt sein, auch aufpassen- , ein
Hüpfer in die Wellen wert. Mir ist das allerdings zu stürmisch und für einen
Surfkurs, bzw. Wellenreitkurs, haben wir keine Zeit. Trotzdem genießen wir es,
mal einen Tag nicht Auto zu fahren und einen freien Tag zum Bummeln und
Staunen. Unser Hotel „ Legend Hotel Gold Coast “ besitzt auch, wie die anderen Hotels bisher, einen Pool und ich
genieße ein ausgiebiges Schwimmvergnügen in der schönen Anlage.

Dermaßen gerüstet geht es
am Tag 7 der Reise nach Hervey Bay, hier möchten wir einen Schiffsausflug nach Fraser Island machen. Brisbane, die Bundeshauptstadt
Queenslands, sparen wir uns, die Großstädte sind nicht so sehr unser Bier.
Unterwegs statten wir den Glass House Montains einen Besuch ab. Die
haben ihren Namen, weil Capain Cook glaubte, die vulkanisch geformten Felsen sähen den Glashütten
seiner Heimat so ähnlich. Wieder eine ganz andere Welt mit
Mittelgebirgscharakter, fast wie in der fränkischen
Schweiz oder der Eiffel. Im „Kondari Resort“ einer sehr
schönen Motelanlage mit riesigem Park in Harvey Bay buchen wir am Abend unseren Tagesausflug nach Fraser Island. Dieses 120 km lange und 15
km breite Eiland ist die größte Sandinsel der Welt. Auf dieser Insel befinden
sich über hundert zum Teil kristallklare Süßwasserseen, einer der berühmtesten
ist der Lake Mc Kenzie Saftige Regenwälder,
kristallklare weiße Strände, Eukalyptuswälder und farbige Sandsteinklippen,
wilde Dinos, Kamele und Wallabys, werden wir das alles zu Gesicht bekommen?
Um ½ 8.00 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt, auf eine Fähre
verfrachtet und nach 1 1/2 Stunden
Seefahrt auf der Insel abgesetzt. Wir steigen in einen Allradbus und geigen
durch die Sandpiste quer durch die Insel. Laufen ca. 2 km durch den Urwald,
machen eine wunderbare Mittagspause mit Lunch in einem Resort und genießen Sonne, Strand, Süßwasserseen, Sandsteinklippen
und sogar einen Dingo bekommen wir zu Gesicht. Der über 70 km lange Strand ist der
schönste, den ich je gesehen habe. Feine weiße Sandkörner und das
kristallklare, in allen Farben schillernde Meer tut sein übriges, uns d a s
Australien-feeling zu verschaffen!
Nette Unterhaltung haben wir auch, zwei Wiener Ehepaare und ein Bremer Student sorgen dafür, dass wir uns auch auf
deutsch unterhalten und informieren können, also einfach nur schön!


Weiter geht es bei strahlendem Wetter am nächsten, den 9. Tag, bei
angenehmen. 26 Grad Lufttemperatur,
Richtung Bundaberg, immer dem Bruce Highway entlang. Den Highway säumen kilometerlange Zuckerrohrplantagen.
Die Gegend um Bundaberg ist die Rum Brennerei- Hochburg Australiens. Eine Besichtigung
sparen wir uns, viel zu schön draußen, wir freuen uns über die Klimaanlage im
Auto. Wir fahren Richtung Küste zum Mon-Repos-Strand. Hier legen die Schildkröten im November ihre Eier ab und können
im australischen Sommer dort beobachtet
werden. Da jetzt Herbst ist, genießen wir nur die Ausblicke auf den leeren
Strand und abends schauen wir das schöne Städtchen mit den vielen
viktorianischen Bauten an. Im „Comfort
Inn Bert Hinkler“ finden wir ein einfaches,
aber durchaus gutes Ruhekissen für die Nacht.

Am 25.04.Freitag, früh
schon 24 Grad, fahren wir weiter Richtung Rockhampton. Heute ist australischer Feiertag „Anzac-Day“ (Gedenken an die Kriegsopfer)
und wir wohnen einer feierlichen Zeremonie bei. Wir machen einen Ausflug zum Cap 1770, hier setzte Capt. Cook das
erste Mal seine Füße auf australischen Boden. Weiter fahren wir Richtung Emupark, Yeppoon, alles
blitzsaubere Küstenstädtchen mit zur Abwechslung mal dunklem Sandstrand. In der
Viehhauptstadt Rockhampton, das seine Geschichte als Flusshafen und als Camp für die
Goldgräber begann, machen wir Station in der „Travellodge
Rockhampton“, diesmal betten wir unser Haupt in
einem etwas kleineren Zimmer im 2. Stock.
Nächsten Tag haben wir die weiteste Strecke, nämlich 500 km
nach Airlie
Beach zu bewältigen. Ein weiteres
Highlith steht an, das Great Barrier Reeff. Vorher machen wir noch einen Abstecher ins Outback. Uns interessieren die
Goldminen, die alten und die neuen. Ca. 80 km ins Landesinnere fahren wir nach Ravenswood und schon befinden wir uns in
einer anderen Welt. Brennende Sonne, wenig Vegetation, eine riesige Steinwüste,
abgesperrt und viele, riesige Laster transportieren Geröll, jede Ladung enthält
ca. 2200 Dollar Gold! Dagegen die alte Goldgräberstadt! Wenige Häuser sind
erhalten, es stehen nur Schornsteinfragmente. Es gibt aber immer noch Dogger,
die ihren Claim abgesteckt haben und misstrauisch jeden Fremden beobachten. Haben
wir gelesen - gesehen haben wir
keine! Hier auf der Rückfahrt begegnen
uns auch die ersten „Roadtrains“ hier können sie auf den schnurgeraden Outbackpisten brettern. Wenn die vorbeidüsen wackelt unser Auto
ganz schön!

Jetzt erwartet uns Airlie
Beach, das Tor zu den traumhaften Whitsunday-Inseln. Wir checken im „Best
Western Mango House Resort„ ein, werden herzlich in
Empfang genommen in der schönen Hotelanlage (sogar eigene Waschmaschine) und buchen
gleich für morgen eine Rifftour mit der „Cruise Withsundays“ einem
großen modernen Katamaran. Abends spazieren wir durch das mit Backpacker aus
allen Herren Ländern (viele Deutsche wären da, sagt ein Ladeninhaber)
überfüllte Städtchen. Auch wieder herrlich mit Lagunen, Freibädern,
Spielplätzen, Stationen zum Grillen etc. ausgestattet. Hier sind wir ja schon
in den Tropen und man kommt sich vor wie in der Südsee.

Bei herrlichem Wetter früh um 8.00 Uhr werden wir abgeholt und
dann geht es im Affenzahn mit dem modernen Schiff durch die Whithsundays. Die
74 Inseln sind bevorzugte
Urlaubsgebiete der High Society und wir beobachten die Landung von
Wasserflugzeugen z.B. auf Hayman Island (hier hatte Beatle Georg Harrison sein Feriendomizil) bis wir schließlich nach 2 ½ Stunden
Seefahrt auf der Tauch- und Schnorchelstation am äußeren Barrier Reef ankommen.
Wir streifen uns wasserdichte Anzüge
über. Klaus will tauchen und ich werde schnorcheln. Außerdem ist ein Glasbodenboot da, mit dem
die Unterwasserwelt erfahren werden kann. Also, ich war so fasziniert, ich
wollte überhaupt nicht mehr auftauchen. Klaus hatte auch die Erfahrung der
besonderen Art. Ein riesiger Lippfisch streicht um ihn herum und ist sehr zutraulich, läßt sich sogar
umarmen. Ich kann gar nicht die Farben und die Vielfalt beschreiben, was wir zu
sehen bekamen. Viel schöner als im Fernsehen! Mit einem Lehrerehepaar aus
Pfungstadt im Sabbatjahr unterhalten wir uns sehr gut. Sie erzählen uns von ihrer Auszeit,
sie sind seit 5 Monaten unterwegs! Na
ja, so gut haben wir es natürlich nicht. Aber sind wir zufrieden, dass wir so
etwas schönes erleben dürfen. Wir bekommen mittags auch guten Seafood zu essen,
es bleibt kein Wunsch offen. Wieder ab ins Riff, ich kann gar nicht genug
bekommen! Ab 15.00 Uhr ging es wieder auf den Rückweg. Wir wurden alle
durchgezählt, weil es schon passiert ist, dass Taucher draußen vergessen
wurden! Unterhalten haben wir uns auch mit zwei Neuaustraliern, eine
Dolmetscherin und einem Aufzugbauer aus
Deutschland, die in Australien eine neue Heimat gefunden haben. Interessant ist
es schon, wie das Leben so in Down Under ist. Wir genießen noch einen super
Sonnenuntergang auf dem Wasser und träumen müde aber glücklich von Nemos Welt!



Leider geht es am 14. Tag weiter nach Townsville, der drittgrößten Stadt in Queensland. Vorbei an riesigen Zuckerrohrplantagen, Rinderfarmen, wilden
Kamelen und zahmen Rindern. Wir machen einen Ausflug ans Meer. Ich bade
erstmals an einem menschenleeren Strand im herrlich warmen Pazifik und abends schlendern wir in Townsville an tausenden von Joggern
vorbei einem bestimmt 10 Kilometer langen Stadtstrand entlang. Wieder so toll
angelegt, in Europa müsstest du ne ganze Menge Eintritt bezahlen. Wir sind im „ IBIS Townsville “
untergebracht und sind froh über die Klimaanlage, mittlerweile sind es bis zum
35 Grad draußen!

Das Endziel unserer 4500 km langen Reise, Cairns bzw. Palm Cove, erreichen wir morgen
und genießen noch einmal die Fahrt am
15. Tag mit dem Subaru Outback vorbei an Bananenplantagen und machen einen
Abstecher in den Tropenwald zu den Josephine
Falls. Der Film „die Blaue Lagune“ lässt
grüßen und wir spazieren auf schmalen Pfaden durch den tropischen Regenwald zu
den Wasserfällen, die zwar nicht spektakulär, dafür aber sehr romantisch sind.

Vorbei an Cairns düsen wir ins Touristenstädtchen Palm Cove. Hier allein könnte man schon
vier Wochen Urlaub verbringen! Das „Novotel
Rockford Palm Cove Resort“ ist wie der Name schon sagt,
ein nettes Hotel. Überall hören wir deutsche Laute, geben uns aber weiter nicht
zu erkennen.

Wir geben unser Auto am Flughafen Cairns (putzig) ab und mittags gegen 14.00 Uhr fliegen wir
ca. 3500 km Richtung Red Centre. Unter uns riesige
Landmengen und schließlich landen wir
in Alice Springs,
holen uns ein neues Mietauto und fahren zum gebuchten Hotel in Alice Springs. Wir durchstreifen den
Wüstenort und uns fallen die vielen betrunkenen Aboriginals auf. Wir besichtigen die Telegrafenstation von 1879 etwas
außerhalb von Alice Springs und sind äußerst entzückt über die vielen umherhüpfenden Wallabys. Sehr interessant, die
Unterkünfte und Hinterlassenschaften der englischen Telegrafenwarte, die hier
einen guten Job machten und die Verbindung mit dem fernen Europa
aufrechterhielten.

Ziemlich früh am nächsten Tag brechen wir auf und fahren ca. 500
km weiter durchs Outback auf dem Stuart Highway ins Red Centre zum Ayers Rock
Resort Viele viele tote Känguruhs, viele tote Kühe, wenig
Vegetation, rote Erde, genauso wie sich der Europäer Australien vorstellt!
Schließlich kommen wir im Uluru/Kata
Tjuta Nationalpark an, checken im Hotel ein
und müssen uns sputen, dass wir den
gebuchten Ausflug erreichen. Das gelingt uns aber mühelos und wir werden
abgeholt, alles paletti. Im Bus ist auch ein junges deutsches Mädel, das wir
gleich adoptieren, Swenja ist alleine unterwegs und wir unterhielten uns recht nett. Die
meisten dachten wohl, das ist unsere Tochter! Wir durchstreiften die vor 600
Millionen Jahren entstandenen Felsendome der Kata
Tjuta und den Uluru, wie der Aboriginalname des Ayers Rock lautet. Der Traumzeitfels,
der die oberste Spitze eines unterirdischen Sedimentklotzes bildet beeindruckt
uns schwer. Wir sollten alle das von den Ureinwohnern verehrte Heiligtum
respektieren und nicht herumklettern.
Dann fahren wir in Erwartung des Sonnenunterganges an eine exponierte Stelle,
um den Uluru beim Glühen zuzusehen, der uns aber was hustet. Ein bewölkter
Himmel verhinderte das Glühen an diesem Abend . Trotzdem lassen wir uns den
Wein und die Happen schmecken. Wir sind glücklich und zufrieden, sehr
beeindruckend dieser nur 348 m hohen Monolith, das Wahrzeichen Australiens.
Entdeckt hat diesen 1873 als erster Weißer der britische Forschungsreisende William Gosse und erst im Jahre
1985 erhielten die Anangu-Ureinwohnner das Gebiet zurück und verwalten seitdem den Nationalpark in
eigener Regie.
Abends speisten wir draußen im Resort, unterhielten uns mit Swenja, dazu spielte eine kleine
Band für das äußerst bunt gewürfelte Touristenvolk. Ein schöner Abend nach
einem tollen Tag.
Bevor wir mittags unseren
Flug nach Melbourne antreten, wollen wir den Uluru doch noch feuerrot sehen, stehen um 6 Uhr auf und fahren die 15
Kilometer zum Monolithen. Mit uns noch viele viele Menschen und so warten wir
auf das Aha-Erlebnis. Und – genau das war es! Man kann es gar nicht beschreiben
und versteht ein wenig die Gefühle der Eingeborenen für diesen Berg.

Nun aber, geht es zum noch putzigeren Flughafen Ayers Rock und dann ab in die
Zivilisation nach Melbourne. Auch von oben sind die Kata Tjuta und der Ayers Rock beeindruckend, genauso wie die unvorstellbare Weite des Outbacks,
nur durchbrochen von Minen und riesigen
Salzseen. Berit erwartet uns am Airport in Melbourne
und ich bin fürs erste glücklich, meine Tochter
wieder in die Arme zu schließen und angekommen zu sein. Auch Berit ist ganz
stolz auf uns, wie wir alles bisher geschafft haben und wie gut wir German
Landeier zurechtgekommen sind. Melbourne empfängt uns mit wesentlich kühlerem
Wetter, ca. 20 Grad. Aber die Stadt ist
auch sehr beeindruckend und wir genießen erst einmal die schöne Wohnung von
Dave und Berit, beziehen unser Zimmer und strecken alle Viere von uns. Morgen
ist auch noch ein Tag!

Noch 7 Tage bis zur Hochzeit am 09.05. und wir erkunden bis dahin Melbourne mit seinen Sehenswürdigkeiten.
Die „Grand Old Lady“ am Yarra River hat ganz viel viktorianischen Charme, ist die zweitgrößte Stadt
Australiens und Sport- und Kunsthauptstadt. Vom Botanischen Garten zur Flinders Street Station im
viktorianischen Stil, vielen Ruderern zu jeder Tageszeit auf dem Yarra River zu den riesigen Stadien, in
denen von Tennis bis Kricket und dem speziellen australischen Football alles
gespielt wird. Von Schwarzen Schwänen und niedlichen Oppossums mitten am Tag am Rande des Flusses,
vielen, vielen Freizeitsportlern und emsigem Treiben in den Einkaufsvierteln,
alles da. Interessantes und Merkwürdiges in den verschiedenen Museen, moderne
Architektur und alte Tradition, beides ganz nah beisammen, wie der
architektonisch kühn gestaltete Federation
Square Complex mit angeschlossenen Kunstgalerien,
auch wieder kostenlos zu besichtigen, und der alte Feuerwehrturm im „Melbourne
Central“. Die Capelstreet und die Entdeckung des Trambahnfahrens (übrigens das einzige
Trambahnnetz in Australien) hübsch altmodisch und ziemlich rumpelig. Von ganz
weit oben, dem Eureka Skydeck; haben wir
den vollen Überblick und sehen sogar bis zu Berits und Daves Wohnung. Wir
erkunden sehr viel zu Fuß oder mit der Tram, können aber nur einen Bruchteil
des Sehenswerten erfassen..

Wir bekommen einen
ziemlich guten Eindruck des Lebensmittelpunktes von Dave und Berit und können
sehr gut verstehen, dass sie sich hier so wohl fühlen. Weiter ist noch zu erwähnen,
dass die netten Menschen, die überall in den Melbourner Straßen als
Touristenhelfer fungieren sehr für deutsche Großstädte zu empfehlen wären.

Der große Tag ist da – Dave wurde zu seinen Eltern ins Hotel
geschickt – die Kosmetikerin und die Frisöse richten die Braut und ein wenig
auch die Brautmutter, Klaus holt den Brautstrauß und die Ansteckblumen und das
schicke Hochzeitsauto bringt uns ins Stadtzentrum zum Standesamt. Wir werden
schon erwartet und die Standesbeamtin vollzieht nach einer kurzen Einführung
die feierliche Zeremonie im engsten Familienkreis. Nun ist das Kind unter der
Haube und wir feiern den ganzen Tag und die Nacht mit vielen Freunden der
beiden ein schönes Fest, das uns unvergessen bleibt. (leider keine Bilder wegen Copyright )
Nächsten Tag schon fahren wir mit zwei Autos Richtung Great Ocean Road. Dave und
Berit haben für uns ein Ferienhaus in der Nähe von Apollo Bay gemietet. Wir fühlen uns alle
auf Anhieb sehr wohl, auch wenn es ein ziemliches Durcheinander von englischen
und deutschen Brocken gibt. Der nahe Strand ist auch sehr schön, nur sehr
herbstlich. Beim abendlichen Grillen lassen wir es uns gut schmecken und machen
es uns schön warm und gemütlich vor dem Kaminfeuer.


Wir genießen die Natur und das Zusammensein und wollen am nächsten
Tag die Great Ocean Road entlang zu den zwölf
Aposteln, der Steilküste des Port Campbell Nationalparks, dem
Wahrzeichen Viktorias. Stege führen hinab zum Loch
Ard Gorge, eine herrliche Felsenbucht. Das
dritte Wahrzeichen ist die London Bridge, einst eine natürliche Brücke zu einem vorgelagerten Felsen, die
1990 zusammenbrach. Wir erleben atemberaubenden Aussichten und Einsichten. Wir
kletterten mit anderen Touristen auf den gut befestigten Pfaden und freuen uns
über herrlichen Sonnenschein, der den Pazifik so richtig in allen Blautönen
leuchten lässt.
Unterwegs lesen wir noch nach über den Robin Hood Australiens, den
angeblich den Armen zugetanen Räuber „Ned Kelly“ der
sich ungeschickter weise mit einer Rüstung
aber nur am Oberkörper schützte, um dann in die Beine geschossen und
doch festgenommen zu werden. Dieser Volksheld begegnete uns in ganz Australien,
die Aussies scheinen ihn sehr zu mögen!

Interessant und ziemlich einmalig war am nächsten Tag der Besuch
des „Otway Fly Tree Top Walk“ ein Baumwipfelpfad, hoch
in den Gipfeln des Regenwaldes im Beech
Forest.
600 m lang und 25 m hoch über der Bodenvegetation. Angeblich der größte
in ganz Australien und Tasmanien .Uns hat er jedenfalls schwer beeindruckt und auf den Bildern
sieht man auch, dass unsere Truppe mit unterschiedlicher Begeisterung die Höhe genießt.

Ein Schrei, endlich sehen wir in freier Wildbahn Koalas. Wenn man genau hinschaut sieht
man, auf welch dünnen Ästen und in welcher Höhe sich die kleinen Kerle bewegen,
d. h .minimal bewegen. Ich bin ganz glücklich, dass ich sie entdeckt habe
Berit, Klaus, Kurt und ich machen noch einen Abstecher zum Leuchtturm und der Signal Station von Cape Otway und blicken auf die Weite des pazifischen Ozeans.

Nächsten Morgen ist Rückfahrt nach Melbourne. In ca. 2 ½ Stunden sind wir
wieder in der Zivilisation und wir verabschieden uns vom wunderschönen Grün des
Port Campbell Nationalparks und denken zurück an die vergangenen schönen Tage mit dem Kennen lernen der „Engländer“ und der
Gewissheit, auch ohne große Kenntnis der jeweiligen Landessprache kann man
Völkerverständigung praktizieren.
Für uns geht die schöne Zeit nun zu Ende und der Alltag in
Deutschland hat uns bald wieder. Hinter uns liegen unvergessliche Eindrücke und
die weiteste, spannendste und aufregendste Reise unseres Lebens. (bis jetzt
)

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Mit dem Urteil vom 12. Mai
1998-312 O 85/98-"Haftung für Links" hat das Landgericht Hamburg
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